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Buch (Monographie) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-10284
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2017/1028/


Studien zur Geschichte der Juden im mittleren Rheingebiet während des hohen und späten Mittelalters

Studies on the History of the Jews in the Central Rhine Area during the High and Late Medieval Periods

Ziwes, Franz-Josef

Originalveröffentlichung: (1995) Forschungen zur Geschichte der Juden, Abt. A: Abhandlungen, Band 1
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (26.300 KB)

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SWD-Schlagwörter: Juden , Rheinland , Herrschaft , Siedlungsgeschichte , Zentraler Ort
Freie Schlagwörter (Englisch): Jewish History , Medieval Period , Rhineland , Germany
Institut: Geschichte, mittlere und neuere
DDC-Sachgruppe: Landeskunde Deutschlands
Sonstige beteiligte Institution: Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden / Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden e.V. (GEGJ)
Dokumentart: Buch (Monographie)
ISBN: 3-7752-5610-5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1995
Publikationsdatum: 26.06.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Am Beispiel des mittleren Rheingebiets gibt die Studie einen detaillierten Einblick in die räumlichen und herrschaftlichen Rahmenbedingungen jüdischer Existenz im hohen und späten Mittelalter. Als Einstieg dient die chronologisch und qualitativ differenzierte Analyse des jüdischen Siedlungswesens von den hochmittelalterlichen Anfängen bis zum Jahre 1520 auf kartographischer Grundlage. Ausgehend von den am Rhein gelegenen Bischofsstädten Mainz, Worms und Speyer, die über lange Zeit die wichtigsten geistig-religiösen und kulturellen Zentren nicht nur des mittelrheinischen, sondern des gesamten aschkenasischen Judentums darstellten, erlebte die Siedlungsentwicklung der Juden einen steilen Aufschwung, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreichte. Nach den katastrophalen Verfolgungen der Pestjahre 1348/49 ging der Bestand an Judenniederlassungen im mittleren Rheingebiet stark zurück. Zwar kehrten die Juden nach dem Abebben der Pogromstimmung relativ schnell wieder an ihre ehemaligen Siedlungsorte zurück, doch erreichte die Zahl ihrer Niederlassungen nie mehr den Stand vor der Mitte des 14. Jahrhunderts. Im zweiten Hauptteil der Untersuchung geht es um die herausarbeitung der Gestaltungsfaktoren des jüdischen Siedlungsgefüges. Dafür bilden zentralitätstheoretische Aspekte einen Teil des Fragerasters; einen zweiten die Einflussnahme christlicher Herrschaftsträger auf das Siedlungsverhalten der Juden, etwa durch Schutz- und Geleitbriefe. Abschließend wendet sich die Untersuchung den Verfolgungen und Vertreibungen zu, denen die Juden des mittleren Rheingebiets vom frühen 11. bis zum frühen 16. Jahrhundert ausgesetzt waren. Der Wandel des Verhältnisses der Herrschaftsträger zu ihren schutzbefohlenen Juden im späten Mittelalter weist zugleich als Indikator für die "Verstaatlichung" spätmittelalterlicher Territorien über den engeren Bereich der jüdischen Geschichte hinaus in das weite Feld der allgemeinen Verfassungsgeschichte.
Kurzfassung auf Englisch: This book offers a detailed investigation into the spatial and political conditions of Jewish existence in high and later medieval Germany, focusing on the central Rhine area (between Speyer and Koblenz). It is based on a chronological and structured analysis of Jewish settlement in the area from the beginnings in the high middle ages down to 1520, aided by cartography. Starting from the Rhenish episcopal cities of Mainz, Worms, and Speyer, which for a long time harboured the most important intellectual, religious, and cultural centres of Ashkenazi Jewry, Jewish settlement expanded quickly, reaching a peak in the first half of the fourteenth century. Following the calamitous persecutions of the Plague years (1348/49), the numbers of Jewish settlement declined sharply. Even though Jews soon returned to previous places of settlement, the numbers of these never reached the level it had before the mid-fourteenth century. The second main part of the study is devoted to an investigation of the factors shaping the Jewish settlment patterns. The theory of central places provides one of the parameters of research; another one is to be seen in the influence Christian rulers sought to exert on the migratory movement of Jews, e.g., through letters of protection and free-conduct. The persecutions and expulsions of the eleventh to early-sixteenth centuries, too, have to be accounted for. The changing relationship between Christian rulers and the Jews under their protection are indicative of wider changes in the later medieval territories. Their state-building dynamics, which affected Jewish lives in the period, need to be seen in the context of constitutional history in general.

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