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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-10438
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2017/1043/


Monetary Policy During Times of Crisis - Frictions and Non-Linearities in the Transmission Mechanism

Geldpolitik während Krisenzeiten - Friktionen und Nichtlinearitäten im Transmissionsmechanismus

Nöckel, Matthias

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.668 KB)

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SWD-Schlagwörter: Monetary Policy, Transmission Mechanism, Time Series
Freie Schlagwörter (Deutsch): Risiko-Aufnahme Kanal, Mischverteilungs VAR, nichtlinearer VAR, Finanzzyklus
Freie Schlagwörter (Englisch): Risk-Taking Channel, Mixture VAR, non-linear VAR, Financial Cycle
JEL - Klassifikation: E32 , E44 , E52 , E58 , C58
Institut: Wirtschaftswissenschaften
Fakultät: Fachbereich 4
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bauer, Christian (Univ.-Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.04.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 26.04.2017
Kurzfassung auf Englisch: For a long time it was believed that monetary policy would be able to maintain price stability and foster economic growth during all phases of the business cycle. The era of the Great Moderation, often also called the Volcker-Greenspan period, beginning in the mid 1980s was characterized by a decline in volatility of output growth and inflation among the industrialized countries. The term itself is first used by Stock and Watson (2003).
Economist have long studied what triggered the decline in volatility and pointed out several main factors. An important research strand points out structural changes in the economy, such as a decline of volatility in the goods producing sector through better inventory controls and developments in the financial sector and government spending (McConnell2000, Blanchard2001, Stock2003, Kim2004, Davis2008). While many believed that monetary policy was only 'lucky' in terms of their reaction towards inflation and exogenous shocks (Stock2003, Primiceri2005, Sims2006, Gambetti2008), others reveal a more complex picture of the story.
Rule based monetary policy (Taylor1993) that incorporates inflation targeting (Svensson1999) has been identified as a major source of inflation stabilization by increasing transparency (Clarida2000, Davis2008, Benati2009, Coibion2011). Apart from that, the mechanics of monetary policy transmission have changed. Giannone et al. (2008) compare the pre-Great Moderation era with the Great Modertation and find that the economies reaction towards monetary shocks has decreased. This finding is supported by Boivin et al. (2011). Similar to this, Herrera and Pesavento (2009) show that monetary policy during the Volcker-Greenspan period was very effective in dampening the effects of exogenous oil price shocks on the economy, while this cannot be found for the period thereafter.
Yet, the subprime crisis unexpectedly hit worldwide economies and ended the era of Great Moderation. Financial deregulation and innovation has given banks opportunities for excessive risk taking, weakened financial stability (Crotty2009, Calomiris2009) and led to the build-up of credit-driven asset price bubbles (SchularickTaylor2012). The Federal Reserve (FED), that was thought to be the omnipotent conductor of price stability and economic growth during the Great Moderation, failed at preventing a harsh crisis. Even more, it did intensify the bubble with low interest rates following the Dotcom crisis of the early 2000s and misjudged the impact of its interventions (Taylor2009, Obstfeld2009).
New results give a more detailed explanation on the question of latitude for monetary policy raised by Bernanke and suggest the existence of non-linearities in the transmission of monetary policy. Weise (1999), Garcia and Schaller (2002), Lo and Piger (2005), Mishkin (2009), Neuenkirch (2013) and Jannsen et al. (2015) find that monetary policy is more potent during times of financial distress and recessions. Its effectiveness during 'normal times' is much weaker or even insignificant. This prompts the question if these non-linearities limit central banks ability to lean against bubbles and financial imbalances (White2009, Walsh2009, Boivin2010, Mishkin2011).
Kurzfassung auf Deutsch: Für lange Zeit glaubte man, dass Geldpolitik fähig wäre, Preisstabilität und wirtschaftliches Wachstums während allen Phasen des Wirtschaftskreislaufes zu gewähren. Die Ära der 'Great Moderation', oft auch Volcker-Greenspan Periode genannt, beginnend in der Mitte der 1980er Jahre, war durch verringerte Volatilität des Wirtschaftswachstums und der Inflation unter den Industrienationen. Der Ausdruck Terminus wurde allerdings das erste Mal von Stock und Watson (2003) verwendet.
Ökonomen haben lange studiert, was diesen Rückgang der Volatilität erzeugt hat und mehrere Faktoren besonders hervorgehoben. Ein wichtiger Forschungsstrang erklärt, dass es strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft gab, beispielsweise eine geringere Volatilität in den Güter produzierenden Sektoren durch bessere Kontrollen in der Inventarisierung, technische Entwicklungen im Finanzsektor sowie eine Stabilisierung der Staatsausgaben (McConnell2000, Blanchard2001, Stock2003, Kim2004, Davis2008). Während Viele der Überzeugung waren, dass die Geldpolitik lediglich Glück hatte, was Ihre Reaktionen gegenüber Inflation oder anderer exogener Schocks angeht (Stock2003, Primiceri2005, Sims2006, Gambetti2008), decken Andere auf, dass die Geschichte weitaus komplizierter ist.
Regelbasierte Geldpolitik (Taylor1993), welche die 'inflation targeting' beinhaltet (Svenson1999) wird als eine der Hauptquellen bei der Stabilisierung der Inflation identifiziert (Clarida2000, Davis2008, Benati2009, Coibion2011). Abgesehen davon, haben sich die Mechanismen der geldpolitischen Transmission verändert. Giannone et al. (2008) vergleichen hierzu die Ära der 'Great Moderation' mit der vorherigen Periode und kommen zu dem Schluss, dass Reaktion der Wirtschaft auf geldpolitische Schocks abgenommen hat. Diese Erkenntnis wird unter anderem von Boivin et al. (2011) gestützt. Ähnlich dazu zeigen Herrera und Pesavento (2009), dass die Geldpolitik während der Volcker-Greenspan Periode sehr effektiv darin war, die wirtschaftlichen Auswirkungen von exogenen Ölpreisschocks auszubügeln. Dieses Ergebnis kann für die darauf folgende Periode nicht reproduziert werden.
Jedoch hat die Subprime Krise die Volkswirtschaften weltweit unerwartet stark getroffen und die Ära der 'Great Moderation' damit beendet. Innovationen im Finanzsektor und Deregulierung haben dazu geführt, dass Banken exzessiv Risiken aufnehmen konnten und die Finanzstabilität wurde dramatisch geschwächt (Crotty2009, Calomiris2009). Dies führte zum Aufbau von kreditfinanzierten Preisblasen (SchularickTaylor2012). Die Federal Reserve Bank, welche als allmächtiger Gewährleister von Preisstabilität und Wirtschaftswachstum während der 'Great Moderation' angesehen wurde, konnte eine harte Krise nicht verhindern. Noch mehr, Sie verstärkte die Preisblase durch niedrige Zinsen als Reaktion auf die Dotcom Blase Anfang der 2000er Jahre und hat die Auswirkungen seiner Interventionen falsch eingeschätzt (Taylor2009, Obstfeld2009).
Neue Forschungsergebnisse ermöglichen eine detailliertere Erklärung zu der von Ben Bernanke gestellten Frage, welchen Handlungsspielraum die Geldpolitik überhaupt besitzt und deuten die Existenz von Nichtlinearitäten in der geldpolitischen Transmission an. Weise (1999), Garcia und Schaller (2002), Lo und Piger (2005), Mishkin (2009), Neuenkirch (2013) und Jannsen et al. (2015) finden heraus, dass Geldpolitik wirksamer während Zeiten finanzieller Anspannung bzw. Rezessionen ist. Die Effektivität während wirtschaftlich 'normalen' Zeiten hingegen ist weitaus geringer, teilweise sogar unsignifikant. Dies veranlasst die Frage, ob diese Nichtlinearitäten die Fähigkeit von Zentralbanken, sich gegen Preisblasen und finanzielle Ungleichgewichte zu lehnen, einschränkt (White2009, Walsh2009, Boivin2010, Mishkin2011) dienen kann, Perioden, in denen die wirtschaftliche Lage schwach ist, zu glätten, indem Sie die Nachfrage stimuliert.

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