Suche   SiteMap
Home
A bis Z
BIB-KAT
Andere Bibliothekskataloge
Digitale Medien
Dokumentlieferung
Fachspezifische Informationen
Suchhilfen und Datenbanken
 
Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-11228
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2018/1122/


Erschöpfungssymptomatik bei stressbezogenen Gesundheitsstörungen. Ergebnisse aus der Neuropattern-Diagnostik.

Exhaustion in stressrelated disorders. Results from neuropattern diagnostics.

Waeldin, Sandra

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.347 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
SWD-Schlagwörter: Stress , Erschöpfung , Diagnostik , Fragebogen , Noradrenalin , Tyrosin , Arbeitsunfähigkeit , Gesundheit , Prävention , Homöostase , Burnout
Freie Schlagwörter (Deutsch): Poststress-Symptome , Neuropattern
Freie Schlagwörter (Englisch): exhaustion , stress , poststress , leisure-sickness , norepinephrine
Institut: Psychologie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Waeldin, Sandra
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 12.03.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Erschöpfung ist ein prominentes, unspezifisches Symptom mit vielfältigen Begleitsymptomen (z. B. Schmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit). Gängige Konzepte erschöpfungsbezogener Erkrankungen und Syndrome werden häufig in Bezug auf ihre Differenzierungskraft oder Struktur kritisiert. Die Ursachen für die Entstehung von Erschöpfung sind vielfältig und die Behandlung kann nur mit gründlicher Differentialdiagnostik erfolgen. Anhand adaptionsbezogener Stressmodelle kann die Entstehung von Erschöpfung beschrieben und in drei Formen eingeteilt werden (I: reversibel, II: prädispositioniert und III: emotional-dysregulativ). Poststress-Symptome (z. B. „Wochenend-Migräne“, „UrlaubsInfekte“) stellen möglicherweise eine Erschöpfungsform dar, welche durch eine zentrale Entleerung der Noradrenalin-Spiegel bedingt ist. In der vorliegenden Arbeit wurden die Verlässlichkeit der Neuropattern-Erschöpfungsskala, sowie der Zusammenhang von Erschöpfung, Stress, dem Langzeit-Gesundheitsstatus und Poststress-Symptomen geprüft. Hierzu wurden Daten ambulanter und stationärer Patienten und Mitarbeitern verwendet, die an einer randomisierten klinischen Studie zur Neuropattern-Diagnostik teilnahmen. Zusätzlich wurden Daten von gesunden Personen zur Erhebung einer Normstichprobe verwendet. Die Neuropattern-Erschöpfungsskala zeigte sich als reliables und valides Maß. Sie war Indikator für direkte, indirekte und intangible Gesundheitskosten (z. B. erhöhte Arzt-, Therapeutenbesuche, Medikamenteneinnahme und Arbeitsunfähigkeit, reduziertes psychisches und physisches Wohlbefinden). Es zeigte sich, dass sowohl Stress, als auch Erschöpfung den Gesundheitszustand über den Verlauf von zwölf Monaten vorhersagt. Bemerkenswert ist, dass der Zusammenhang zwischen Stress und dem Langzeit-Gesundheitszustand vornehmlich durch Erschöpfung vermittelt wurde. Schließlich wurde die Prävalenz von Poststress-Symptomen bei gesunden Personen (2.9%), ambulanten (20%) und stationären Patienten (34,7%) bestimmt. Auch hier war nicht Stress der stärkste Prädiktor für das Auftreten von Poststress-Symptomen, sondern Erschöpfung. Modelle der psychophysiologischen Stressreaktion können die Entstehung von Erschöpfung erklären und die Diagnostik und Behandlung stressbezogener Gesundheitsstörungen verbessern. Die vorgestellte Neuropattern-Erschöpfungsskala ist dabei ein verlässliches und für die Praxis gut geeignetes Instrument, welches zur Indikation und Validierung präventiver und therapeutischer Maßnahmen eingesetzt werden kann. Je nach Erschöpfungsform bieten sich verschiedene Maßnahmen des regenerativen, instrumentellen oder kognitiven Stressmanagements, Nahrungsergänzungsmittel und Pharmakotherapie an.
Kurzfassung auf Englisch: Exhaustion is a common, non-specific symptom with different co-occurring symptoms (e.g. pain, sleep problems, restlessness, and depressive mood). Structural validity of exhaustion disorders and syndromes is often criticized. There is a complex aetiology and treatment needs profound differential diagnostics. Homeostatic and allostatic stress models can describe aetiology of exhaustion and diffenentiate three froms (I: reversible, II: predisposed, III: emotional-dysregulated). Poststress symptoms (e.g. “weekend migraine”, “vacation syndrome”) are a form of exhaustion which may be caused by central norepinephrine depletion. Here, the quality of the Neuropattern exhaustion scale, as well as associations between exhaustion, stress and long-term-health status and poststress-symptoms were analyzed. Data from an inpatient, outpatient and employees sample were used. Norm data were gained from a representative healthy sample. The Neuropattern exhaustion scale was both reliable and valid. Furthermore, it was associated with direct, indirect and intangible health costs (e. g. therapeutic consultations, drug use, sick leave, well-being). Stress and exhaustion predicted health status over the course of twelve months. Interestingly, the association between stress and long-term health status was mediated by exhaustion. Prevalence of poststress symptoms was 2.9% in healthy controls, 20% in out-patients, 37.7% in inpatients. Strongest predictor of poststress symptoms was exhaustion, followed by stress. Homoeostatic and allostatic stress models can explain the occurrence of exhaustion and provide improvements of diagnostic and treatment of stress-related disorders. The Neuropattern exhaustion scale is a valid and reliable instrument for clinical praxis. It can be used to indicate and validate preventive or therapeutic treatments. Each form of exhaustion should be treated with different regenerative, instrumental and cognitive stress management techniques, nutritional elements or pharmacotherapy.

Home | Suchen | Veröffentlichen | Hilfe | Viewer