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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-11260
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2018/1126/


Zuwanderung in Zeiten von Fachkräfteengpässen auf dem deutschen Arbeitsmarkt:Einflussfaktoren auf die Beschäftigungs- und Rekrutierungschancen ausländischer Fachkräfte aus betrieblicher Perspektive

Immigration in times of skill shortages in the German labour market:Factors influencing the employment and recruitment chances of foreign skilled workers from a companies’ perspective

Mergener, Alexandra

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.341 KB)

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SWD-Schlagwörter: Arbeitsmigration , Fachkräfteengpass , Anerkennung , Rekrutierungsstrategien , Faktorieller Survey
Freie Schlagwörter (Englisch): Labour migration , Skill shortages , Recognition , Recruitment strategies , Factorial survey
Institut: Soziologie
Fakultät: Fachbereich 4
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kopp, Johannes (Univ.-Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.02.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 01.03.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die qualifizierte Zuwanderung nach Deutschland wird als eine Möglichkeit angesehen, um bestehenden und drohenden Fachkräfteengpässen entgegen zu wirken. Dementsprechend hat auch die Bundesregierung in den letzten Jahren Maßnahmen zur Fachkräftesicherung durch Zugewanderte ergriffen (wie z.B. Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (kurz: Anerkennungsgesetz), Neue Beschäftigungsverordnung, Blaue Karte EU). Ob eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt jedoch letztendlich gelingt, ist sehr stark von den betrieblichen Entscheidungen bei der Stellenbesetzung und damit dem direkten Zugang zum Arbeitsmarkt abhängig. Angesichts der getroffenen politischen Maßnahmen widmet sich diese Dissertation daher der Frage, inwiefern die Betriebe in Deutschland die Möglichkeit, offene Stellen mit ausländischen Fachkräften zu besetzen, auch wahrnehmen. Von Interesse sind die Faktoren, die die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von ausländischen Fachkräften in deutschen Betrieben erhöhen und in den Rekrutierungsentscheidungen als ausschlaggebend gelten. Um zu evaluieren, inwiefern sich, erstens, Vorbehalte von Personalentscheidern gegenüber ausländischen Abschlüssen und, zweitens, Erfahrungen mit den Möglichkeiten, die das Anerkennungsgesetz bietet, auf die Beschäftigungschancen von Bildungsausländern auswirken, werden im ersten empirischen Teil der Arbeit dahingehend Analysen auf Basis repräsentativer Daten der Betriebsbefragung des BIBB-Anerkennungsmonitorings durchgeführt. Dabei werden zusätzlich die Einflüsse von betrieblich erfahrenen und erwarteten Fachkräfteengpässen der Betriebe auf die Beschäftigungschancen ausländischer Fachkräfte analysiert. Es zeigt sich, dass Erfahrungen mit dem Anerkennungsgesetz die Beschäftigungschancen von Bildungsausländern erhöhen. Ebenfalls positiv auf deren Beschäftigungschancen wirken sich Fachkräfteengpässe aus. Auf diesen Ergebnissen aufbauend, werden im zweiten empirischen Teil der Forschungsarbeit die jeweiligen Einflussfaktoren bei der Rekrutierung von Bildungsausländern bzw. ausländischen Fachkräften differenzierter analysiert. Dazu kommt im Rahmen einer Follow-Up-Studie zur Betriebsbefragung des BIBB-Anerkennungsmonitorings ein Faktorielles Survey Design zum Einsatz. Mit Hilfe des Faktoriellen Survey Experiment werden Rekrutierungsprozesse simuliert, in denen Bewerber verschiedener Nationalitäten, mit ausländischem und deutschem Berufsabschluss, mit und ohne Berufserfahrung oder mit und ohne Deutsch- und Englischkenntnissen präsentiert werden. Zur Überprüfung der Wirkung von Fachkräfteengpässen wird zum einen im Faktoriellen Survey auch die Anzahl an Bewerbern variiert. Zum anderen wird der Einfluss auf die Einstellungswahrscheinlichkeit getestet, wenn die vakante Stelle in einem Beruf zu besetzen ist, der von der Bundesagentur für Arbeit als Engpassberuf gekennzeichnet ist. Wenn es sich um eine in einem Engpassberuf vakante Stelle handelt, steigen die Rekrutierungschancen für qualifizierte Bewerber aus dem Ausland signifikant an. Ein solcher Effekt, der von einem im Faktoriellen Survey simulierten Bewerbermangel ausgeht, konnte hingegen nicht festgestellt werden. Vielmehr resultieren für ausländische Bewerber schlechtere Chancen, wenn die Personalentscheider aus einer Vielzahl an Bewerbungen auswählen können. Die stärksten Auswirkungen auf eine erfolgreiche Rekrutierung ausländischer Fachkräfte gehen von deutschen Sprachkenntnissen sowie Berufserfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus. Ausländische Berufsabschlüsse führen bei zugewanderten Bewerbern zu geringeren Einstellungschancen als entsprechende deutsche Abschlüsse. Die Ergebnisse des Faktoriellen Surveys können hier als belastbar angesehen werden, da das Erhebungsinstrument im dritten empirischen Teil dieser Dissertation einer methodischen Validitätsprüfung unterzogen wurde.
Kurzfassung auf Englisch: In the context of an increasing international labour migration, the present dissertation analyses immigrants’ employment and hiring chances in a foreign country by identifying decisive criteria for employers’ recruitment decisions. The focus is on the German labour market, because a prospering economy and demographic change increased the number of vacant positions, particularly in medium and high-skilled occupations. With the intention to minimise shortages at the labour market, the German government, therefore, facilitated labour market access for foreign skilled workers by valuating foreign education investments of individuals (e.g. Federal Recognition Act, New Employment Regulation, EU Blue Card). However, firm characteristics and employers’ perception about labour market integration of foreign skilled workers has hardly been investigated. Therefore, in the first part of my empirical study, I analyse effects of employers’ concerns about the comparability of certificates, their experiences with recognition possibilities and with recruitment difficulties on current and planned employment of foreign skilled workers. Based on a representative survey of German employers (BIBB-Recognition Monitoring), it appears that foreign skilled workers achieve higher employment chances if employers already came in contact with the Federal Recognition Act in recruiting processes. Additionally, firms that experienced applicant shortages give foreigners higher employment chances. To consider recruitment decisions of human resources professionals directly, in the second part of my empirical study, I use a factorial survey experiment to simulate different hiring scenarios with applicants from Germany and both European and non-European countries. The design is able to distinguish between the effects of external circumstances, such as applicant shortages, and applicant-specific characteristics like nationality, foreign certificates, or language skills. The findings reveal that immigrants experience higher recruitment chances in the German labour market in understaffed occupations and firms, which expect future skill shortages. Language skills and country-specific work experience substantially improve immigrants’ hiring chances, too. Notwithstanding, in recruitment processes foreign qualifications are considered inferior.

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