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Habilitation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-3008
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/300/


Entwicklung, Partizipation und Ethnologie. Implikationen der Begegnung von ethnologischen und partizipativen Forschungsansaetzen im Entwicklungskontext

Development, participation and anthropology. Implications of the encounter between anthropological and participatory approaches in the field of development co-operation

Entwicklung, Partizipation und Ethnologie. Implikationen der Begegnung von ethnologischen und partizipativen Forschungsansaetzen im Entwicklungskontext

Schoenhuth, Michael

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Völkerkunde , Entwicklungskooperation , Entwicklungspolitik , Beteiligung , Partizipation , Feldforschung , Ostafrika , Afrika , Rukwa , Sibirien
Freie Schlagwörter (Deutsch): Entwicklungsethnologie , Participatory Appraisal , PRA , partizipative Methoden , Forschungsethik
Freie Schlagwörter (Englisch): development anthropology , Participatory Appraisal , PRA , code of ethics
Institut: Ethnologie
Fakultät: Fachbereich 4
DDC-Sachgruppe: Ethnologie
Dokumentart: Habilitation
Hauptberichter: Antweiler, Christoph (Prof., Dr.)
Sprache: Mehrsprachig
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 17.02.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Habilitationsschrift widmet sich der Begegnung von partizipativen Entwicklungsansätzen und Ethnologie, ihren Chancen, ihren Gefahren und ihren Grenzen. Sie tut dies empirisch dort, wo die Begegnung derzeit am breitesten stattfindet: in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Von ethnologischer Seite bedeutet dies eine Fokussierung auf den Teilbereich des Faches, der sich vorwiegend mit der Thematik EZ beschäftigt: die Entwicklungsethnologie.
Das erste Kapitel gibt einen Überblick über den State-of-the-Art der deutschen Entwicklungsethnologie.
Von den partizipativen Ansätzen wurde beispielhaft derjenige gewählt, der in der EZ in den letzten 10 Jahren am meisten rezipiert und in Projekte und Programme eingebunden wurde. Er firmiert in Entwicklungskreisen unter den Labeln Rapid Rural Appraisal (RRA) bzw. Participatory Appraisal (PRA). Seine wesentlichen Kennzeichen, seine unterschiedlichen Verwendungsbereiche und seine Begegnung mit der Ethnologie werden im zweiten und dritten Kapitel skizziert.
Zwei Fallbeispiele (in Tansanias Rukwaregion und bei Russlanddeutschen in der Nähe von Nowosibirsk) zeigen, wie der Einsatz von PRA in der Projektpraxis bzw. im Rahmen einer ethnologischen Lehrforschung aussehen kann. Auf dieser empirischen Basis wird das Label ‚PRA‘ auf seine Verwendungen in der Praxis hin analysiert, seine Grenzen und Herausforderungen bestimmt und Anschlusspunkte für eine kritische Entwicklungsethnologie gesucht. Ein Kapitel zur notwendigen Frage der Ethik in der praxisbezogenen entwicklungsethnologischen Forschung schließt sich an, bevor in einem umfassenden Versuch die Fäden zusammen geführt und die Begegnung von Ethnologie und Partizipation an den Schnittstellen von Entwicklung ausgeleuchtet werden.
Das einführende Kapitel bildet den Rahmen und die Klammer für die nachfolgenden Beiträge. Es verortet den Partizipationsdiskurs in den zwei Feldern, in denen sich Entwicklungsethnologie und die PRA-Methoden entwickelt haben. Es wird die Frage geklärt, in welchem Rahmen die Begegnung von partizipativen Ansätzen mit der internationalen EZ und mit der ethnologischen Fachgeschichte stattgefunden haben. Am Ende der Einleitung wird ein Ausblick aus heutiger Sicht (Ende 2002) vorgenommen.
Mein persönliches Interesse an der Thematik und die empirische Legitimation für diese Arbeit sind berufsbiographischer Natur. 1992 war ich der Einladung eines Fachkollegen gefolgt, im Rahmen eines Forschungsauftrages den damaligen Stand partizipativer Ansätze in der deutschen und internationalen staatlichen Zusammenarbeit zu erheben (vgl. Schönhuth / Kievelitz 1993). Als angewandt arbeitender Ethnologe, der zwar teilweise praktisch forscht und berät, sein Standbein aber in der akademischen Forschung und Lehre hat, stellte sich mir die Frage, ob, und wenn ja wie sich die eher rasch und handlungsorientiert arbeitenden partizipativen Ansätze der EZ mit klassischen ethnologischen Methoden verbinden lassen.
Kurzfassung auf Englisch: The book addresses the encounter between participatory development approaches and anthropology, its opportunities and its constraints in the field of development co-operation. The first chapter gives an overview on the state of the art in German deveolpment anthropology. The second and third chapter introduce the methodology of participatory appraisal (PRA). Then the relationship between participatory approaches and devleopment anthropology is outlined. Two case studies, one within a food security project in Rukwa (Tanzania), the other one part of a field study with ethnic Germans in Siberia, show how PRA can be put into practice within a practice-oriented and a research oriented context.
A chapter on ethical standards for development anthropologists doing participatory research follows. Then the threads are put together in a chapter written in English (Negotiating with Knowledge at Development Interfaces. Anthropology and the Quest for Participation).
The introductory chapter gives the frame work for the whole topic: How and when did anthropolocial and participatory approaches meet in the past and what are the perspectives for the future?


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