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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-3116
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/311/


Medizin und die Psychologie in zwei Werken Emile Zolas: SON EXCELLENCE EUGÈNE ROUGON und LE RÊVE

Medicine and psychology in two novels of Emile Zola: SON EXCELLENCE EUGÈNE ROUGON and LE RÊVE

Turck, Christian

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SWD-Schlagwörter: Zola, Emile / Son Excellence Eugène Rougon , Medizin <Motiv> , Zola, Emile / Le rêve , Psychologie <Motiv>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Medizin , Psychologie , Zola
Freie Schlagwörter (Englisch): medicine , psychology , Zola
Institut: Romanistik
Fakultät: Fachbereich 2
DDC-Sachgruppe: Französisch, romanische Sprachen allgemein
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Köhler, Hartmut; Professor Dr. phil.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.03.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 23.05.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Émile Zolas 20-bändiger Zyklus der Rougon-Macquart ist in der Forschung eingehend behandelt worden. Forstet man die einschlägigen Bibliographien, Schlagwortverzeichnisse, EDV-Kataloge oder Datenbanken durch, so fällt auf, dass Werke wie Germinal, Nana oder L'Assommoir unter den verschiedensten Blickwinkeln analysiert worden sind. Zugleich aber bemerkt man, dass Son Excellence Eugène Rougon (1876) und Le Rêve (1888) zu den weniger bearbeiteten Romanen des Rougon-Macquart-Zyklus zählen. Bei Son Excellence Eugène Rougon konzentrierte sich die Forschung bislang hauptsächlich auf die Frage, inwieweit in diesem Roman die politische und historische 'Wirklichkeit' wiedergegeben ist, bei Le Rêve auf so genannte mystische Aspekte. Die vorliegende Studie will zeigen, welche Funktion Medizin und Psychologie, die wie Physik und Chemie Pilotwissenschaften des 19. Jahrhunderts sind, in diesen beiden Romanen innehaben. Zwar hat auch die neueste Forschung, wie der folgende Bericht zeigen wird, der Rolle der Medizin und Psychologie im Hinblick auf den Rougon-Macquart-Zyklus durchaus Beachtung geschenkt, dabei aber die Werke Son Excellence Eugène Rougon und Le Rêve weitgehend außer Acht gelassen. Ein Grund dafür ist sicher darin zu sehen, dass mit Ausnahme einer - eher beiläufig erwähnten - ärztlichen Konsultation am Ende von Le Rêve (1) in keinem der beiden Romane eine Arztfigur vorkommt, so dass Medizin und Psychologie hier nicht durch einen "porte-parole" in den Vordergrund gerückt werden wie beispielsweise durch Doktor Cazenove in La Joie de vivre, Doktor Deberle in Une Page d'amour oder Doktor Pascal im gleichnamigen Abschlussroman des Zyklus.


Ebensowenig agieren die Romanfiguren als Patienten, deren Krankheit anschaulich dargestellt würde, wie zum Beispiel die Kardiosklerose des Doktor Pascal (2). Dennoch sind Medizin und Psychologie, wie die vorliegende Studie darlegen will, weder in Son Excellence Eugène Rougon noch in Le Rêve außer Acht gelassen worden. Sie übernehmen in beiden Romanen wichtige Aufgaben: Die Dokumentation der Zeitgeschichte, die Plausibilisierung des Romangeschehens, die Sensibilisierung des Lesers und die Selbstbeobachtung des Autors. Der folgende Forschungsbericht gibt zunächst einen Überblick über die Medizin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nennt die für die Literatur relevanten Strömungen und Tendenzen. Danach werden die Wechselwirkungen von Medizin und Literatur sowie die wissenschaftliche Dokumentation Zolas in der Kritik dargelegt. Im Anschluss daran erfolgt die Aufarbeitung von vier zeithistorisch besonders bedeutsamen Themen, die für den Autor im Allgemeinen und für die medizinische Analyse der beiden Romane im Besonderen eine große Rolle spielen: Alkoholismus, Darwinismus, Hysterie und Religion. Diese Themen werden nach ihrer Beurteilung in der kulturgeschichtlichen, literaturwissenschaftlichen und medizinhistorischen Zola-Forschung zur Sprache gebracht. Auf dem Hintergrund dieser Aufarbeitung werden abschließend die offenen Fragen für Son Excellence Eugène Rougon und Le Rêve herausgestellt, die im Anschluss von der vorliegenden Studie untersucht und in einer kritischen Auseinandersetzung mit der Literatur diskutiert werden sollen.


(1) Le Rêve, Bibliothèque de la Pléiade, Paris: Fasquelle et Gallimard, 1961, S.958.

(2) Le Docteur Pascal, Bibliothèque de la Pléiade, Paris: Fasquelle et Gallimard, 1967, S.1174ff.
Kurzfassung auf Englisch: Medicine and psychologiy always found the deepest interest of Emile Zola, He dedicated a whole novel to those diciplines, LE DOCTEUR PASCAL. Research acutally did not much look upon SON EXCELLENCE EUGÈNE ROUGON and LE RÊVE referring to this, although especially these two novels tell a lot about the medical enthusiasm the founder of literary naturalsism felt inside.

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