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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-3675
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2006/367/


Die Villa di Diomede in Pompeji : Baugeschichtliche, typologische und stilistische Untersuchungen

The Villa di Diomede in Pompeii : A research on its architectural history, its typology and the style of its paintings

Fontaine, Thomas Heinrich Maria

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SWD-Schlagwörter: Pompeji , Architektur , Wandmalerei , Deckenmalerei , Stil 4 , Antike / Rezeption
Freie Schlagwörter (Deutsch): Villa di Diomede , römische Villa
Freie Schlagwörter (Englisch): Pompeii , Villa di Diomede , roman architecture , roman villa , roman painting
Institut: Archäologie
Fakultät: Fachbereich 3
DDC-Sachgruppe: Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Grimm, Günter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.10.1991
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 17.05.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die Ende des 18. Jahrhunderts freigelegte Villa di Diomede in Pompeji galt über mehr als 100 Jahre als Musterbeispiel einer luxuriösen römischen Privatvilla und war eine der Hauptattraktionen der Ausgrabungen am Golf von Neapel. Die Phantasie zahlreicher Künstler, Architekten und Literaten wurde durch die hier entdeckten Malereien und den Anblick der im Keller der Villa gefundenen Opfer des Vesuvausbruchs angeregt und befruchtet. Die vorliegende Arbeit wertet zum ersten Mal die umfangreiche schriftliche und graphische Dokumentation zu dem Gebäude möglichst lückenlos aus und setzt sie in Beziehung zu der noch heute erhaltenen Bausubstanz. Diese wurde, soweit im Rahmen eines Dissertationsvorhabens realisierbar, neu vermessen und photographisch erfasst. Ein umfangreicher Katalog listet Zeichnungen und Aquarelle auf, die heute in Archiven in Berlin, London, Neapel, Oxford und Paris aufbewahrt werden. Damit kann die Untersuchung viele bisher in der Forschung geläufige Fehldeutungen korrigieren, neue Ansatzpunkte zur Datierung der Malereien in die Zeit vor 62 n. Chr. liefern und zeigen, dass es sich bei den bourbonischen Ausgrabungen nicht, wie häufig behauptet, um eine bloße Schatzsuche gehandelt hat, sondern dass sich die Freilegung der Villa im Rahmen des damals Möglichen durchaus an den methodischen Ansprüchen heutiger Archäologie messen kann. Die Auswertung der Baubefunde zeigt, dass das vorrömische Gebäude, von Anfang an mit einer schrägen Fassade an einer alten Ausfallstraße vor den Toren der Stadt errichtet und mit großen Sälen ganz auf den Ausblick zum Golf hin konzipiert, in der augusteischen und frühkaiserzeitlichen Epoche einer umfangreichen Umgestaltung unterzogen wird. Die Raumeinheiten werden intimer, es werden Bereiche geschaffen, die nun nach innen orientiert und mehr abgeschlossen sind. Das Erdbeben von 62 n. Chr. macht dann erneut Reparaturen und Veränderungen am Bauwerk notwendig. Die Fundauswertung wirft zusätzlich ein bezeichnendes Licht auf das Leben und die sozialen Verhältnisse in einer Stadt, die sich nach dem verheerenden Erdbeben gerade im Wiederaufbau befand, als sie durch den Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. dann endgültig auslöscht wurde.
Kurzfassung auf Englisch: For more than 100 years the Villa di Diomede, excavated between 1771 and 1778 ranked as the most extant example of a typical luxurious roman country-side residence of a private man and was one of the highlights of the excavations at Pompeii. Its paintings and the there found victims of the eruption of Vesuvius stimulated and fertilized the fantasies of many artists, architects and writers of the 19th century. For the archaeological research however it remained in great parts terra incognita. The present publication tries to fill this incomprehensible lack by evaluating the sources of pictorial and written documentation as completely as possible and by comparing it with the still existent remains of the building. These have been newly measured and photographed. An extensive catalogue lists drawings, aquarelles and prints, kept in the archives of Berlin, London, Naples, Oxford and Paris. So the work is able to correct many misinterpretations, current in the Pompeii research since nearly 200 years. It can be shown that the paintings in the villa date to the decade before the earthquake of 62 A. D. and that the excavations of the 18th century had been more than a simple search for treasuries and in many aspects were near to the modern standard of archaeological methods. The interpretation of the architectural and remains and the topographical situation could show, that the villa developed from a preroman nucleus with a clear orientation to the landscape of the golf of Naples and with an already in Samnitic times oblique entrance façade to a more intimate and closed building with an inner garden in the early roman imperial period. In the earthquake of 62 A. D. the building suffered great damages and new alternations were required. Together with the exploitation of the complex of numerous find made during the excavation, the situation, in which the building was found, casts a reflection of the life and social relations of an ancient town, that after the disastrous earthquake of 62 A. D. tried to reorganize and heal the wounds in its architectural substance when the eruption of Vesuvius in 79 finally ended its life.

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