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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-4213
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2007/421/


Naturalistische Anthropologie und moderne Physik - Eine Kritik szientistischer und reduktionistischer Menschenbilder

Naturalistic anthropology and modern physics - A criticism of reductionist ideas of man

Jäckels, Gerhard

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Reduktionismus , Quantentheorie , Philosophische Anthropologie , Determinismus , Willensfreiheit , Bewusstsein
Freie Schlagwörter (Englisch): reductionsm, quantum theory, philosophical anthropology, determinism, freedom of will, consciousness
Institut: Philosophie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fischer, Klaus (Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 12.07.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Reduktionistische Ansätze sind in der Naturforschung allgegenwärtig und die Erklärung des Verhaltens komplexer Systeme aus der naturgesetzlich determinierten Interaktion ihrer Konstituenten ist in der Regel dazu geeignet, den jeweiligen Gegenstandsbereich sowohl auf ontologischer als auch theoretisch-deskriptiver Ebene hinreichend zu vereinfachen. Diese Form der Vereinfachung ist das Grundcharakteristikum einer wissenschaftlichen Erklärung und der Schlüssel zum ungemeinen Erfolg, den die empirischen Disziplinen seit dem Beginn der Neuzeit zu verzeichnen haben.
Gleichwohl ist jene Verfahrensweise ungeachtet ihrer Vorzüge auch die Quelle ernstzunehmender Probleme, die spätestens in der Anwendung des Reduktionismus auf den Wissenschaft betreibenden Menschen selbst unübersehbar werden, insofern sich z.B. die Gesamtheit seiner kognitiven Leistungen (phänomenales Bewusstsein, Wille, Intentionalität, Sinn- und Bedeutungskonstitution etc.) letztlich als nicht mehr erweist, als das physiologische Verhaltensmuster der Nervenzellen des Gehirns. Neben der Entwertung des Bewusstseins als eines wirkungs- und somit wissenschaftlich bedeutungslosen Epiphänomens neuronaler Aktivität impliziert jene Naturalisierung des Menschen ebenfalls die Verabschiedung der Idee der Freiheit, die schließlich einem naturgesetzlich determinierten System a priori nicht zukommen kann; weitere tiefgreifende Konsequenzen für die Konzepte von Zurechenbarkeit, Verantwortlichkeit und Schuld sind daraus unmittelbar zu erschließen und bedürfen kaum der gesonderten Erwähnung.
Ziel der vorliegenden Dissertation ist die Bestimmung der Grenzen der reduktionistischen Methodologie in der empirischen Naturwissenschaft, und das unter Befragung des gegenwärtigen physikalischen Weltbildes. Im Zuge einer historisch-systematischen Rekonstruktion der Quantenmechanik, die seit fast einem Jahrhundert als die fundamentale theoretische Modellierung der Naturkräfte und der Materie zu gelten hat, soll gezeigt werden, inwiefern die universellen Ansprüche des Reduktionismus relativert werden müssen und inwieweit die gegenwärtige Physik sowohl eine ernstzunehmende Neubewertung der Rolle des Bewusstseins in der Welt, als auch eine Rehabilitierung der Konzepte von Freiheit und Verantwortlichkeit ermöglichen kann.
Kurzfassung auf Englisch: A reductionist methodology has led to an unprecedented success of the natural sciences in modern times. The aim of such an approach is to reduce both the amount of entities in nature and the number of fundamental laws governing the interaction of those components. Despite the undoubted advantage of such a procedure, its shortcomings become obvious with regard to its application to man, since cognitive abilities like the perception of qualia, the creation of meaning, the performance of volitional acts etc., are reduced to nothing else but a determinate pattern of neuronal activity or, if the process of reduction is pursued to its very end, the motion of atoms.
In the course of a systematic reconstruction of the development and the most important principles of quantum mechanics, i.e. the fundamental theory on which our present notions of natural forces and matter are built upon, the dissertation at hand tries to mark the limits of reductionism. Furthermore it is stated, that the contemporary paradigm of physics leads to a reevaluation of the role of consciousness in nature and the philosophical problem of freedom vs. determinism.

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