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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-4606
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2008/460/


"Tempelsklaverei" in Kleinasien: Ein Beitrag zum Tempeldienst in hellenistischer und römischer Zeit

"Temple-slavery" in Asia Minor: sacred service in Hellenistic and Roman times

Hülsen, Karin

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (968 KB)

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SWD-Schlagwörter: Kleinasien , Sklaverei , Unfreiheit , Religion , Epigraphik ,
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tempelsklaverei , Tempelpersonal , Orientbild , sakrale Prostitution
Freie Schlagwörter (Englisch): Asia Minor , slavery , temple-slavery , sacred personnel
Institut: Geschichte, alte
Fakultät: Fachbereich 3
DDC-Sachgruppe: Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heinen, Heinz Prof. Dr.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.02.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Der Begriff „Tempelsklaverei“ bezeichnet in der Forschung eine rechtliche und ökonomische Abhängigkeit von Menschen, die einer Gottheit geweiht waren, und in einem Heiligtum arbeiten mußten. Die „Tempelsklaverei“ gilt als typisch kleinasiatische Erscheinung mit einer orientalischen Tradition. Bezeugt ist sie in vorwiegend epigraphischen und wenigen literarischen Quellen seit der Mitte des 4. Jhs. v.Chr. bis in das 3. Jh. n.Chr.
Eine Besonderheit dieser „Tempelsklaverei“ ist, daß nicht nur Sklaven, sondern auch persönlich freie Menschen in sozialer, rechtlicher oder ökonomischer Abhängigkeit von einem Heiligtum standen.
Welche Aufgaben im Heiligtum den sog. Tempelsklaven anvertraut wurden und worin ihre rechtliche und ökonomische Abhängigkeit im einzelnen bestand, ist Thema dieser Arbeit.
Unter dem Begriff „Tempelsklaven“ werden in der Forschung folgende griechische Begriffe subsumiert: hieródoulos und hierós (und feminine Formen), sómata hierá und paídes hieroí. Diese Begriffe werden anhand zahlreicher Texte mit Übersetzungen vorgestellt und ausgewertet (Kapitel 2). Sie werden in Kleinasien nicht als Synonyme verwendet; einige bezeichnen darüber hinaus nicht nur Menschen im Tempeldienst, sondern definieren andere religiöse Bindungen, die keinem Dienst in einem Heiligtum entsprechen.
Auf der Basis der bislang besprochenen Quellen sowie weiterer epigraphischer und literarischer Quellen werden die Wege in den Tempeldienst untersucht. In Frage kommen vor allem Weihung, Kindesaussetzung und das Tempelasyl (Kapitel 3). Um die rechtlichen und ökonomischen Aspekte des Tempeldienstes schärfer zu fassen, werden diese mit den wesentlichen Elementen der antiken Sklaverei sowie von kollektiven Abhängigkeitsformen persönlich freier Menschen verglichen (Kapitel 4) .
Zur Sprache kommt auch die sakrale Prostitution (Tempelprostitution), die mit den „Tempelsklaven“ häufig in Verbindung gebracht wird.
In der Zusammenfassung werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefaßt und knapp diskutiert, warum in der älteren Forschung ein nicht zutreffendes homogenes Bild einer kleinasiatischen bzw. orientalischen „Tempelsklaverei“ gezeichnet wurde (Kapitel 5).
Ergebnis der Arbeit: „Die“ Tempelsklaverei als eine besondere rechtliche Form von Abhängigkeit oder Unfreiheit gibt es im hellenistischen und römischen Kleinasien nicht. Nachweisbar sind unterschiedliche Formen der rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bindung an eine Gottheit und ihr Heiligtum. Diese beruhen in weiten Bereichen auf bekannte Rechtsformen der griechisch-römischen Antike: Sklaverei und kollektive Abhängigkeit ländlicher Gemeinden. Im hier bearbeiteten Zeitraum sind die orientalischen Traditionen weitaus weniger nachweisbar als bislang vermutet wurde.
Kurzfassung auf Englisch: Contents:
1. Introduction, primary sources and literature
2. „Dedicated to a god“: the meaning of the following greek terms: somata hiera, hieroi paides, hieros/hieroi, hierodoulos/hierodouloi
3. How to get into sacred service: dedication, abandonment, asylum as slave-market
4. Sacred service as an unfree form of labour or condition
5. „Dedicated to a god“: Conclusion
6. Literary and epigraphic sources
7. Bibliography

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