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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-4664
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2008/466/


Alterskorrelierte Veränderungen von falschen Erinnerungen? Eine experimentelle Studie an Kindern und jungen Erwachsenen

Age-correlated changes in false memories? An experimental study on children and young adults

Jammers, Anette

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (928 KB)

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SWD-Schlagwörter: Aktivierung, Gedächtnis, Kind, Kognitive Psychologie, Quelle
Freie Schlagwörter (Deutsch): DRM-Paradigma, falsche Erinnerungen, Gedächtnisentwicklung, semantische Aktivierung, Quellenkontrolle
Freie Schlagwörter (Englisch): DRM-paradigm, false memories, memory development, semantic activation, source monitoring
Institut: Psychologie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wender, Karl Friedrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 19.03.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Falsche Erinnerungen sind eine Gedächtnisillusion und dadurch gekennzeichnet, dass Ereignisse oder Informationen erinnert werden, die gar nicht stattgefunden haben bzw. präsentiert wurden. In der vorliegenden Arbeit wurde in insgesamt fünf Experimenten anhand des Deese/Roediger-McDermott- (DRM) Paradigmas untersucht, ob Vorschulkinder empfänglicher für falsche Erinnerungen sind als ältere Grundschulkinder und junge Erwachsene. Ausgehend von dem Aktivierungs-Monitoring Ansatz wurde darüber hinaus geprüft, inwieweit etwaige alterskorrelierte Veränderungen in falschen Erinnerungen auf Unterschiede in den Fähigkeiten zur Quellenkontrolle und/oder auf Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit der Aktivierung der kritischen Wörter zurückgehen. Im ersten Experiment wurden neben einem abschließenden Wiedererkennenstest zwei verschiedene implizite Testverfahren eingesetzt, die nur Aktivierung ohne Quellenkontrolle erfassen. Da sich aus den Ergebnissen von Experiment 1 keine eindeutigen Schlüsse über alterskorrelierte Veränderungen der Aktivierungsstärke ziehen ließen und ein Indikator für die Quellenkontrolle eingesetzt werden sollte, wurden in den folgenden drei Experimenten explizite Testverfahren verwendet (Experiment 2: Freie Reproduktion, Experiment 3A und Experiment 3B: Wiedererkennenstest). Um die Aktivierung der kritischen Items ohne entgegenwirkende Quellenkontrolle zu prüfen, wurden Inklusionsinstruktionen erteilt. Die Quellenkontrolle wurde separat durch Nachbefragungen erfasst. Zur Förderung der Aktivierung bei Kindern, wurden in Experiment 3B und 4 spezielle Lerninstruktionen erteilt, die eine semantisch-relationale (3B) bzw. eine itemspezifische und semantisch-relationale Verarbeitung der Wortlisten verlangten (4). Im letzten Experiment (4) sollte die Quellenkontrolle differenzierter untersucht werden, in dem ein Quellentest eingesetzt wurde, der nach beiden möglichen Quellen fragte. In allen Experimenten zeigte sich eine geringe alterskorrelierte Zunahme der Aktivierung kritischer Items, aber deutliche alterskorrelierte Verbesserungen der Quellenkontrolle. Die Befunde zu falschen Erinnerungen in den verschiedenen Experimenten waren je nach Lern- und Testbedingung unterschiedlich: Die Ergebnisse deuteten sowohl auf eine alterskorrelierte Zunahme als auch auf eine alterskorrelierte Abnahme hin.
Kurzfassung auf Englisch: False memories are an illusory memory. The characteristic feature is that there is recall of events which did not occur at all or of information which was never presented. In the present study a total of five experiments based on the Deese/Roediger-McDermott- (DRM) paradigm were used to investigate whether preschool children are more likely to form false memories than older primary school children and young adults. Taking the activation-monitoring framework as a basis, tests were also undertaken to establish the extent to which any age-correlated changes in false memories are based on differences in monitoring ability and/or on differences in the probability of activation of critical words. In the first experiment, in addition to a concluding recognition test, two different implicit tests were used which covered activation without monitoring. As no clear conclusions on age-correlated changes of levels of activation could be drawn from the results of the first experiment, and as a monitoring indicator was to be used, the three subsequent experiments used explicit test procedures (experiment 2: free recall, experiment 3A and experiment 3B: recognition test). In order to test the activation of critical items without inhibitory monitoring, inclusion instructions were given. Monitoring was tested separately using follow-up procedures. To encourage activation in children, special learning instructions were given in experiments 3B and 4, which required semantic-relational (3B) or item-specific and semantic-relational processing of word lists (4). The last experiment (4) involved a more differentiated investigation of monitoring, with a source test being used which asked about the two possible sources. In all experiments a limited age-correlated increase in activation of critical items was shown, but clear age-correlated improvements in monitoring. The data on false memories in the various experiments varied in line with the encoding and test conditions: the results pointed to both an age-correlated increase and an age-correlated reduction.

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