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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5259
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2009/525/


Quantitative Studien zum Esperanto unter besonderer Berücksichtigung der Wortbekanntheit

Quantitative studies on Esperanto with special regard to word familiarity

Kück, Andreas

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.089 KB)

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SWD-Schlagwörter: Zamenhof, Ludwik L. , Welthilfssprache
Freie Schlagwörter (Deutsch): Esperanto, Linguistik, Wortbekanntheit
Freie Schlagwörter (Englisch): Esperanto, linguistics, word familiarity
CCS - Klassifikation: CCS
Institut: Linguistische Datenverarbeitung
Fakultät: Fachbereich 2
DDC-Sachgruppe: Sprachwissenschaft, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Köhler, Reinhard, Professor Dr.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.04.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 19.05.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Quantitative Studien zur Plansprache Esperanto zu ausgewählten Fragestellungen der Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, Semantik, Worthäufigkeit und – als Schwerpunkt – Wortbekanntheit wurden durchgeführt. Hauptergebnisse: Die Phonem-Häufigkeitsverteilung des Esperanto kann besonders gut mit dem Yule-Modell beschrieben werden; bei biphonematischer Wertung der Affrikaten ergibt sich eine etwas schlechere Anpassung als bei monophonematischer Wertung. Die Anwendung des klassifikatorischen Schlüssels von Altmann und Lehfeldt bestätigt die Meinung der meisten Autoren, wonach Esperanto agglutinierend mit einigen Merkmalen einer isolierenden Sprache ist. Die bei anderen Sprachen gefundene Gesetzmäßigkeit zwischen Lexermlänge und Polysemie gilt auch für Esperanto. Zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Wortbekanntheit und Worthäufigkeit sowie zur Untersuchung der Selbsteinschätzung des eigenen Esperanto-Anwendungsvermögens durch seine Sprecher wurde das Verfahren der logistischen Regression (einschließlich statistischer Sicherheit) ausführlich dargestellt und als eine innovative Option auch zur Untersuchung analoger Fragestellungen angeboten. Zu den nachfolgend beschriebenen Haupthypothesen kann auf Grundlage der Untersuchung Folgendes ausgesagt werden (es sei angemerkt, dass die Haupthypothesen (a) und (b) dabei ausschließlich für solche Esperanto-Sprecher gelten, die ihr Esperanto-Anwendungsvermögen als ausreichend gut einschätzen; die Haupthypothese (c) gilt auch für solche Esperanto-Sprecher, die ihr Esperanto-Anwendungsvermögen als nicht ausreichend gut einschätzen): (a) Die Häufigkeit der zuverlässig bekannten Wörter entspricht der Häufigkeitsgruppe 7 aus neun Häufigkeitsgruppen der von der Esperanto-Akademie entwickelten Statistik („offizielle Basis-Wortwurzelsammlung“, BRO; Häufigkeitsgruppe 1: häufigste Wörter). (b) Sei A die Häufigkeit der Esperanto-Wörter, die Menschen mit einer Muttersprache aus dem romanischen oder germanischen Sprachzweig zuverlässig bekannt sind. Sei B die Häufigkeit der Esperanto-Wörter, die Menschen mit Muttersprache Chinesisch, Japanisch oder aus der finno-ugrischen Sprachfamilie zuverlässig bekannt sind. Die Untersuchung zeigte: Zwischen A und B besteht kein signifikanter Unterschied. Das heißt: Die naheliegende Vermutung, dass Sprecher mit einer Muttersprache aus dem romanischen oder germanischen Sprachzweig (= Quelle der meisten Esperanto-Wörter) einen Vorteil haben und seltenere Esperanto-Wörter vergleichsweise besser kennen als Sprecher mit anderen Muttersprachen, wurde durch die vorliegende empirische Überprüfung nicht bestätigt. (c) Bei einer statistischen Sicherheit von 95% ist die Selbsteinschätzung des eigenen Esperanto-Anwendungsvermögens durch seine Sprecher auch nach 100 Lernjahren nur 73%. Für eine zuverlässige Anwendbarkeit (also 90% bei 95% statistischer Sicherheit) konnte keine Lernzeit ermittelt werden.
Kurzfassung auf Englisch: Quantitative studies on the constructed language Esperanto with respect to selected problems of phonology, morphology, syntax, lexic, semantic, word frequency, and – as focus – word familiarity have been made. Main results: The phoneme frequency distribution of Esperanto can be described particularly well by the Yule model; for biphonematic assessment of the affricates, a bit worse fit results than for monophonematic assessment. Application of the classificatory key of Altmann and Lehfeldt confirms most authors' opinion whereby Esperanto is an agglutinating language with some characteristics of an isolating language. The law between lexeme length and polysemy found in other languages applies to Esperanto, too. For investigation of the relation between word familiarity and word frequency, and also for investigation of self-assessment of own Esperanto application capability by its speakers, the method of logistic regression (including confidence) was presented in detail and offered as an innovative option for investigation of analogous problems. On the basis of the investigation, the following can be stated with respect to the main hypotheses described here (note that main hypotheses (a) and (b) apply only to such Esperanto speakers who assess their Esperanto application capability as sufficiently good; main hypothesis (c) applies also to such Esperanto speakers who assess their Esperanto application capability as not sufficiently good): (a) The frequency of reliably known words corresponds to Frequency Group 7 from nine frequency groups of the statistics developed by the Esperanto Academy („official base word roots collection“, BRO; Frequency Group 1: most frequent words). (b) Let A be the frequency of Esperanto words reliably known to people with a native language from the Romance or Germanic language branch. Let B be the frequency of Esperanto words reliably known to people with a native language Chinese, Japanese, or from the Finno-Ugric language branch. The investigation showed: There is no significant difference between A and B. This means: The obvious assumption that speakers with a native language from the Romance or Germanic language branch (= source of most Esperanto words) have an advantage and know rare Esperanto words comparatively better has not been confirmed by means of the present empirical testing. (c) At a confidence of 95%, self-assessment of own Esperanto application capability by its speakers is 73% only, even after 100 years of learning. For a reliable application (i. e. 90% at 95% confidence), no time of learning could be determined.

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