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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5322
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2009/532/


Die Kommunale Armenfürsorge in Galway. Eine Studie zum Zusammenhang der Entwicklung von Armenadministration und lokaler Verwaltung in Irland, 1838-1921

The Galway Workhouses. Poor relief and local government in Ireland, 1838-1921

Scherder, Ina

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Connaught <Irland, Provinz> , Fürsorge , Geschichte 1838-1912
Freie Schlagwörter (Englisch): Board of Guardians , Poor Law
Institut: Geschichte, mittlere und neuere
Fakultät: Fachbereich 3
DDC-Sachgruppe: Geschichte Europas
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Gestrich, Andreas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.09.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 09.06.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die Studie beschäftigt sich mit der kommunalen Armenfürsorge in Galway und Gort,im Westen Irlands und ihrem Einfluss auf die Entwicklung der lokalen Verwaltung. Der zeitliche Rahmen wird von der Einführung der irischen Armengesetzgebung 1838 und der Unabhängigkeit Irlands 1921 bestimmt. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage,welche Bedeutung der Armenverwaltung bei der generellen Ausbildung staatlicher Administration in Irland zukam. Im ersten Teil werden zunächst die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Galway und Gort vorgestellt. Die Lage und Größe,aber auch die wirtschaftliche Situation des Untersuchungsgebietes beeinflusste die Arbeitsweise der lokalen Aufsichtsgremien der Armenverwaltung. Von zentraler Bedeutung ist der rechtliche Rahmen,innerhalb dessen die Aufsichtsgremien der Armenverwaltung operierten. Um die „spezifische Ausprägung“ der irischen Institutionen der Armenverwaltung zu analysieren,wird der Vergleich zur englischen und schottischen Armengesetzgebung gezogen. Die Studie untersucht jedoch nicht nur die normative Ebene der Armengesetzgebung zwischen 1838 und 1921,sondern beschäftigt sich vor allem mit der alltäglichen Praxis der Verwaltung vor Ort. Im Mittelpunkt stehen dabei die Akteure auf der lokalen und zentralen Ebene: die Board of Guardians und die Poor Law Commission bzw das Local Government Board. Andere lokale Verwaltungseinrichtungen,wie die Grand Juries oder die Town Commissioners,werden in die Betrachtung einbezogen,soweit sie mit den Aufsichtsgremien der Armenverwaltung in Berührung kamen. Dabei werden besonders parallele und/oder konkurrierende Zuständigkeitsbereiche in den Blick genommen. Diese Analyse der Akteure ermöglicht die Untersuchung von Ausdifferenzierungs- und Veränderungsprozessen in der lokalen Verwaltung in Irland. Der zweite Teil der Arbeit untersucht detailliert die Aufsichtsgremien der Armenverwaltung von Galway und Gort in vergleichender Perspektive. Durch den Stadt-Land Vergleich sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der personellen Zusammensetzung und der Arbeitsweise der lokalen Aufsichtsgremien der Armenverwaltung herauspräpariert werden. Dabei werden zunächst die (Armen-)Steuerzahler analysiert. Sie wählten einen Teil der Mitglieder der lokalen Armenverwaltung und beeinflussten so die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien. Ein Kapitel im zweiten Teil der Arbeit untersucht die Mitglieder der Aufsichtsgremien der Armenadministration. Sozioökonomische, familiäre, religiöse und berufliche Hintergründe sowie Angaben zu anderen Ämtern dienen dazu, deren Auswirkungen auf die Arbeitsweise der Personen in der lokalen Armenadministration zu untersuchen. Wie regelmäßig nahmen die einzelnen Mitglieder an den Sitzungen teil? In diesem Kapitel können nicht alle der erfassten Mitglieder behandelt werden, so dass besonders die Vorsitzenden und ihre Stellvertreter analysiert werden. Weiterhin werden Mitglieder, die einflussreiche politische Funktionsträger waren, untersucht. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Professionalisierung der Aufsichtsgremien der Armenadministration in der zeitlichen Entwicklung nach 1838. Es wird der Frage nachgegangen, ob mit der Aufgabenakkumulation über die eigentliche Armenadministration hinaus auch eine Zunahme des Einflusses der Aufsichtsgremien der Armenverwaltungen im Hinblick auf ihr Verhältnis zur Dienststelle in Dublin einherging. Der Kontakt zur zentralen Behörde war sehr ausgeprägt und regelmäßig, so dass die Kommunikation mit der übergeordneten Verwaltungsebene als sehr wichtig angesehen werden kann. Wie wirkten sich die umfassenden Kontroll- und Weisungsbefugnisse auf die Arbeitsweise der lokalen Armenadministration aus und welchen Einfluß hatten diese Befugnisse auf das Kommunikationsverhältnis? Gelang es den Mitgliedern der Armenverwaltung ihren Handlungsspielraum zu erweitern, etwa durch die Nutzung alternativer Kommunikationswege oder in ihrer Aufgabe als politische Funktionsträger? Wie häufig war die Kommunikation mit anderen irischen lokalen Aufsichtsgremien der Armenverwaltung und gab es Kooperationen? Ein weiteres Kapitel im zweiten Teil der Arbeit untersucht den Stellenwert von politischen Themen in den Diskussionen der Aufsichtsgremien der Armenverwaltungen, wobei insbesondere das Spektrum der Diskussionen innerhalb des Board of Guardians analysiert wird. Wie wirkten sich die Auseinandersetzungen um die Landfrage oder die Forderung nach Selbstverwaltung aus? Kam es zu personellen Veränderungen in den Aufsichtsgremien oder veränderten Arbeitsweisen der örtlichen Armenverwaltung? Ein Paragraph dieser Studie geht der Frage nach, ob und inwieweit die Board of Guardians mit anderen lokalen Apparaten vernetzt waren, anhand des Beispiels der Verflechtungen von Medizin und Armenadministration.
Kurzfassung auf Englisch: The PhDthesis examines aspects of the Poor Law in Ireland. This study looks at the Poor Law in Galway and Gort in the West of Ireland over the period from 1838 to 1921. The Irish Poor Law Act of 1838 placed the administration of the Irish Poor Law into the hands of Boards of Guardians. The Poor Law Guardians gradually accumulated a raft of further responsibilities. The thesis examines both the details of the development of the Poor Law and the role of poor relief in the development of local governance of Ireland, in political structures and struggles, and the links with medicine, gender, family and religion. It will look, in particular, at the role which the Poor Law played during the Land War period. It is an analysis of the impact of the Poor Law and how this changed over time and regionally. The research focuses less on the “high politics” of the Poor Law and more on the local level. rnThe first part of the thesis presents the socio economic conditions in mid nineteenth century County Galway and describes the broad character of post 1838 Poor Law administration and legislative reforms. Furthermore, it analyzes the distinctiveness of the Irish Poor law in comparison with the English and Scottish New Poor Law. rnThe second part of the thesis examines in detail the local Board of Guardians in Galway and Gort to compare and contrast local government in urban and rural areas. How did these local government bodies work and did it change over time are questions this thesis will deal with. One chapter deals with the ratepayers and their influence on the Board of Guardians as they directly elected members of the poor law administration. The next chapter analyzes the religious and socio economic background of the chairman and vice chairman and some individual members of the local Board of Guardians in Galway and Gort. Another chapter discusses the role and influence of the central administration in Dublin, the Poor Law Commission and Local Government Board on the local administration. One chapter in the second part of the thesis examines the complex nature of poor law policy and medical care provision in one of the poorest areas of Ireland. Debates and conflicts on religious and political issues will be analyzed with a focus on the landwar years and its aftermath. rn

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