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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5674
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2010/567/


Einflüsse von Generierung und Selbstreferenz auf erinnerungsinduziertes Vergessen

Effects of item generation and self-reference on retrieval-induced forgetting

Tempel, Tobias

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.017 KB)

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SWD-Schlagwörter: Episodisches Gedächtnis , Vergessen , Allgemeine Psychologie , Inhibition
Freie Schlagwörter (Englisch): episodic memory, forgetting, general psychology, inhibition
Institut: Psychologie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wippich, Werner (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.02.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 08.04.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Von erinnerungsinduziertem Vergessen wird gesprochen, wenn die Gedächtnisleistung für bestimmte Information dadurch beeinträchtigt wird, dass zu ihr assoziierte Information zuvor abgerufen wurde. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Effekten von Generierung und Selbstreferenz, die aus der Gedächtnisforschung als meist günstige Arten der Enkodierung bekannt sind, auf dieses Phänomen. Die bislang weitgehend vernachlässigt gebliebenen Gemeinsamkeiten von Generierung und Selbstreferenz sind der Ausgangspunkt für die Prüfung von Hypothesen über das Ausmaß erinnerungsinduzierten Vergessens generierter und selbstreferentiell enkodierter Items und dessen Moderation durch die Stimulusqualität der emotionalen Tönung von Items. Dabei wird auch eine funktionale Perspektive eingenommen, nach der erinnerungsinduziertes Vergessen als Ergebnis eines adaptiven Mechanismus verstanden wird und gefragt wird, nach welchen selbstdienlichen und handlungsrelevanten Funktionen erinnerungsinduziertes Vergessen verhindert werden mag und wie solche Funktionen mit verschiedenen Informationsverarbeitungsprozessen assoziiert sind.rnNachdem zunächst Enkodierungsprozesse und gespeicherte mentale Repräsentationen als Determinanten des Erinnerns, sowie die bisherige Forschung zu erinnerungsinduziertem Vergessen, Generierung und Selbstreferenz dargestellt werden, werden vier eigene Experimente geschildert. In Experiment 1 findet sich eine kontraintuitive Intensivierung erinnerungsinduzierten Vergessens infolge von Generierung, die zugleich aber in Einklang mit bestehenden Theorien steht und diese stützt. Außerdem ergeben sich Hinweise auf eine mit Generierung assoziierte Funktion, die durch die Aktivierung selbstrelevanter Repräsentationen gekennzeichnet ist. Beginnend mit Experiment 2 wird dann das Vorhaben verfolgt, Generierung und Selbstreferenz direkt gegenüberzustellen. Während die Experimente 2 und 3 zwar die Generalität des Phänomens erinnerungsinduzierten Vergessens weiter bestätigen und dessen Beeinflussung durch die emotionale Tönung demonstrieren, aber noch keine Ergebnisse zu Tage fördern, die eine Bewertung hinsichtlich unterschiedlicher oder identischer Konsequenzen von Generierung und Selbstreferenz erlauben, zeigt Experiment 4 schließlich eine Äquivalenz der Effekte von Generierung und Selbstreferenz auf, die in der identischen Moderation erinnerungsinduzierten Vergessens durch diernemotionale Tönung besteht. Diese Äquivalenz wird als Beleg der mit beiden Arten der Enkodierung gleichermaßen assoziierten Funktion selbstrelevanter Informationsverarbeitung interpretiert.
Kurzfassung auf Englisch: The selective retrieval of a subset of items can cause the forgetting of the nonretrieved subset. This phenomenon is called retrieval-induced forgetting. The present work is concerned with effects of item generation and self-reference on retrieval-induced forgetting. 4 Experiments are reported which test hypotheses derived from theories that were formulated to account for the usual memory advantages for generated items and self-referentially encoded items. In Experiment 1 a counterintuitive intensification of retrieval-induced forgetting for generated items compared to read items is found. Experiment 2 and Experiment 3 show a moderation of retrieval-induced forgetting of trait adjectives by the affective valence of the items. The affective valence of the items is considered as an indicator of the self relevance of the material. In Experiment 4 then the identical moderation of retrieval-induced forgetting by the affective valence of the items is shown for generated and self-referentially encoded items. This equivalence is interpreted as resulting from the same kind of self-relevant information processing that is associated with both types of encoding.

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