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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5744
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2010/574/


Kritische Betrachtung des FFH-Konzeptes unter Berücksichtigung von Ökologie, Management-Einheiten und Evolutionär Signifikanten Einheiten am Beispiel der Schmetterlingsart Euphydryas aurinia

Critical examination of the Habitats Directive concept in consideration of ecology, Management Units and Evolutionarily Significant Units using the example of the butterfly species Euphydryas aurinia

Junker, Marius

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Populationsgenetik , Tierökologie , Europäische Union / Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie , Schmetterlinge , Biogeographie
Freie Schlagwörter (Englisch): Population genetics, ecology, Habitats Directive, butterflies, biogeography
Institut: Geographie und Geowissenschaften
Fakultät: Fachbereich 6
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schmitt, Thomas Prof. Dr. rer. nat.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.04.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 01.06.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) stellt derzeit das umfangreichste Instrument des internationalen Naturschutzes zur Erhaltung der europäischen Biodiversität dar. Das Grundkonzept der FFH-RL beruht hierbei sowohl auf dem Schutz gefährdeter Arten als auch auf dem Erhalt natürlicher Lebensräume. Dieser ganzheitliche Ansatz verursacht jedoch infolge der großen Anzahl zu berücksichtigender Schutzgüter einen hohen personellen wie finanziellen Aufwand bei der Umsetzung der Richtlinienvorgaben. Daher wurde in der vorliegenden Arbeit am Beispiel der Schmetterlingsart Euphydryas aurinia (Anhang II FFH-RL) überprüft, inwieweit die Konzepte von ESUs (Evolutionarily Significant Units) und MUs (Management Units) geeignete Möglichkeiten bieten, um die Prioritätensetzung bei der Auswahl besonders schützenswerter Vorkommen gefährdeter Arten zu erleichtern. Zu diesem Zweck wurden mit drei verschiedenen Subspezies von E. aurinia (E. aurinia beckeri, E. aurinia debilis, E. aurinia aurinia) Fang-Markierung-Wiederfangstudien durchgeführt, sowie mit Hilfe von Allozym-Elektrophoresen populationsgenetische Parametern in europäischem Kontext und auf regionaler Ebene (Westtschechien) erfasst. Die drei untersuchten Subspezies zeigten hierbei spezifische ökologische Adaptationen an die jeweiligen Habitatbedingungen (z.B. bzgl. der Populationsdichte, Demographie und Mobilität). Ferner wiesen die genetischen Analysen starke Differenzierungen bei E. aurinia in Europa nach, die u.a. Antworten auf phylogeographische und taxonomische Fragestellungen ermöglichen. Auch auf regionaler Ebene (Westtschechien) konnten genetische Differenzierungen festgestellt werden. Auf Basis der erhobenen populationsökologischen und -genetischen Daten wird abschließend die generelle Anwendbarkeit und der Nutzen der Konzepte von ESUs und MUs bei der Etablierung von Schutzkonzepten für E. aurinia und andere Arten der FFH-RL diskutiert. rnDer zweite Teil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich exemplarisch mit dem aktuellen Schutzverfahren für deutsche E. aurinia-Vorkommen im Rahmen der FFH-RL und den damit verbundenen Problemen. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Schutzgebietsauswahl, dem Monitoring und dem Gebietsmanagement. In diesem Kontext werden u.a. Problematiken angesprochen, die sich aus der großen ökologischen Variabilität der Art ergeben bzw. die aufgrund von Koordinierungsschwierigkeiten zwischen einzelnen Bundesländern bestehen. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse werden Lösungsvorschläge unterbreitet, wie das aktuelle Schutzverfahren für E. aurinia in Deutschland weiter verbessert werden könnte.rn
Kurzfassung auf Englisch: The so-called Habitats Directive (Council Directive 92/43/EEC) is currently the most powerful tool of the international nature conservancy for protecting the biodiversity within Europe. Its basic concept lies in the conservation of endangered species as well as natural habitats. However, this holistic approach causes high costs, both financially and in terms of manpower. Therefore, using the butterfly Euphydryas aurinia (listed in Annex II of the Habitats Directive) as model organism, the present thesis investigated if the concepts of ESUs (Evolutionarily Significant Units) and MUs (Management Units) might help to ease the finding of populations most worthy of protection. In this context, mark-release-recapture-studies were performed with three different subspecies of E. aurinia (E. aurinia beckeri, E. aurinia debilis, E. aurinia aurinia) and parameters of population genetics were analysed via allozyme electrophoreses in a European as well as a regional scale (western Czech Republic). Each of the three subspecies showed ecological adaptations to the specific habitat conditions (e.g. in population density, demography and dispersal). Moreover, strong genetic differentiations were detected between different European populations of E. aurinia answering questions relevant for the species phylogeography and taxonomy. Genetic differentiations between populations were also found on a regional scale (western Czech Republic). Based on these datasets of population ecology and population genetics the general practicability as well as the advantage of the ESU and MU concepts in the establishment of protection strategies for E. aurinia are discussed.rnThe second chapter exemplarily deals with the current protection strategies for E. aurinia in Germany imposed by the Habitats Directive. The main focus is on the site selection, the monitoring and the management within the sites. In this context, problems are addressed e.g. based on the varying ecology of the mentioned species or based on adjustment deficits between the federal states. Against the background of these findings proposals are made for further enhancing the current protection strategies for E. aurinia in Germany.rn

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