Suche   SiteMap
Home
A bis Z
BIB-KAT
Andere Bibliothekskataloge
Digitale Medien
Dokumentlieferung
Fachspezifische Informationen
Suchhilfen und Datenbanken
 
Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5899
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2010/589/


NATOisierung polnischer und tschechischer Sicherheitspolitik im Bereich der zivil-militärischen Beziehungen: Normübernahme im Lichte des rationalen und konstruktivistischen Institutionalismus

NATOization of Polish and Czech civil-military relations: norm adoptation in the light of rationalist and constructivist institutionalism

Frank, Cornelia

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.708 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
SWD-Schlagwörter: NATO, Polen, Tschechische Republik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Sozialisation, zivil-militärische Beziehungen, Institutionalismus, Normübernahme
Freie Schlagwörter (Englisch): socialization, civil-military relations, institutionalism, norm adoptation
Institut: Politikwissenschaft
Fakultät: Fachbereich 3
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Maull, Hanns W., Prof. Dr.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.08.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 20.09.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit widmet sich der Beantwortung der Fragestellung, inwieweit die NATOisierung Polens und Tschechiens im Bereich der zivil-militärischen Beziehungen erfolgreich war, und aufgrund welcher Akteure, Praktiken und Bedingungen die Normübernahme (nicht) erfolgte. NATOisierung wird hierbei als Sozialisationsprozess im Politikfeld Sicherheit begriffen. Konzeptioneller Ausgangspunkt für die theoriegeleiteten Fallstudien bildet die Entwicklung eines Forschungsdesigns, mittels dessen der rational-institutionalistische und der konstruktivistisch-institutionalistische Strang der internationalen Sozialisations-forschung für die Analyse der NATOisierung postkommunistischer Sicherheitspolitik nutzbar gemacht werden kann. In Kritik an der Mehrheit der Sozialisationsstudien, die die Übernahme von Normen internationaler Institutionen seitens der postkommunistischen Staaten entweder als Verhandlungs- und Anpassungsprozess strategisch handelnder Akteure oder als sozialen Lern- und normativen Überzeugungsprozess intrinsisch motivierter Akteure betrachten, argumentiert diese Studie, dass die Wahl eines komplementären Zugangs sowohl aus theoretisch-konzeptionellen als auch empirisch-phänomenologischen Erwägungen unabdingbar ist. Die hierbei zu Grunde liegende Methode der doppelten Interpretation, mittels derer der Verlauf und das Ergebnis der NATOisierung Polens und Tschechiens im Bereich der zivil-militärischen Beziehungen sowohl aus Sicht des rationalen als auch des konstruktivistischen Institutionalismus beleuchtet worden sind, hat sich als tragfähig erwiesen. In der Tat variiert die Erklärungskraft beider theoretischer Ansätze im Hinblick auf die unterschiedlichen Akteure, Phasen und/oder Kontexte des sicherheitspolitischen Sozialisationsprozesses. Wenngleich die NATO durch ihre Sozialisationspolitik den Demokratisierungsprozess Polens und Tschechiens im Politikfeld Sicherheit begünstigte, bestätigt die empirische Analyse die weit verbreitete Betrachtungsweise der 'Partnerschaft für den Frieden' als ausschließliche Erfolgsgeschichte nicht. Vielmehr war die Erweiterungs- und Sozialisationspolitik der NATO mit gravierenden (nichtintendierenden) Konsequenzen verbunden, die sich hinderlich auf die Transformation der zivil-militärischen Beziehungen postkommunistischer Staaten auswirkten.
Kurzfassung auf Englisch: This study answers two central questions: Firstly, to what extent was the NATOization of Polish and Czech security policy in the field of civil-military relations successful? Secondly, which actors, practices, and conditions caused the adoptation or, prevented the adoptation of civilian-democratic control of the armed forces rnThe analysis is based on four assumptions: Firstly, NATOization is perceived as a process of international socialization in the field of security. Secondly, NATO’s socialization policy has to be studied as an unsettled question which can result in both reinforcing and impeding the civil-military democratization process. Thirdly, the explanation of the Polish and Czech NATOization calls for a complementary approach integrating the rationalist and constructivist approaches of socialization theory. Finally, Poland and the Czech Republic are perceived as 'representative cases' which are especially suitable for testing the complementary research design. rnThe application of the rationalist-institutionalist and constructivist-institutionalist hypotheses to the study of Polish and Czech NATOization is based on process-tracing and the method of double interpretation. Indeed, the explanation power of rationalist and constructivist institutionalism varies with regard to different actors, phases, and contexts of Poland’s and the Czech Republic’s NATOization. Though NATO partially furthered both states’ civil-military democratization, this study does not confirm the very widely-held assessment of the “Partnership-for-Peace” as being solely a success story. Rather, NATO’s enlargement and socialization policy also had grave (non-intended) consequences which impeded the civil-military transformation process of Eastern European states.

Home | Suchen | Veröffentlichen | Hilfe | Viewer