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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-5984
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2010/598/


Die gestaltende Kraft von Sprachbildern und Metaphern. Deutungen und Konstruktionen von Staatlichkeit in der deutschen Debatte über den europäischen Verfassungsvertrag

The constitutive power of rhetoric: Interpretation and constructions of statehood in the German debate on the European Constitutional Treaty

Schieder, Siegfried

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Deutsche Europapolitik, Politische Rhetorik, Sprachbilder, Konstruktivismus, Europäische Verfassung
Freie Schlagwörter (Englisch): German European Policy, Metaphors, Political Rhetoric, European Constitution, Constructivism
Institut: Politikwissenschaft
Fakultät: Fachbereich 3
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Prof. Dr. Hanns W. Maull
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.04.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 29.11.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Es zählt zu den Gemeinplätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung, dass politische Wirklichkeit sozial konstruiert ist. Wenig wissen wir hingegen darüber, wie politische Wirklichkeit entsteht, insbesondere wie Sprache bewirkt, dass etwas zu einer allgemein akzeptierten politischen Wirklichkeit wird. In Anknüpfung an die bisherige konstruktivistische Forschung rekonstruiert der Band auf methodisch innovative Weise den Gebrauch von Sprachbildern und Metaphern im deutschen Diskurs über den EU-Verfassungsvertrag. Durch die quantitative und qualitative Extrapolation des metaphorischen Sprechens in der Europadebatte lassen sich nicht nur signifikante Veränderungen in den Diskursen der bundesdeutschen Parteien offenlegen, sondern die Einzelmetaphern lassen sich auch zu machtvollen handlungsleitenden Narrativen verdichten. Dass die europäische Verfassungsfrage vor allem eine Frage der demokratischen Legitimation und europäischen Identität, des politischen Gestaltungswillens und der Finalität Europas ist, scheint dabei wenig überraschend. Dass die Frage der Konstitutionalisierung Europas aber auch und gerade ein Diskurs über neue Grenzziehungen und die partielle Schließung "offener Staatlichkeit" ist, kann hingegen als das eigentlich "Neue" in der deutschen Europapolitik angesehen werden.
Kurzfassung auf Englisch: It is a truism in social scientific research to say that political reality is socially constructed. Despite this we know very little about how political reality comes into being, and especially how language can cause something to become a generally accepted part of political reality. Building on the constructivist research already undertaken this volume applies an innovative methodology to reconstruct the use of imagery and metaphors which have been part of the German discourse surrounding the EU\'s constitution. By quantitatively and qualitatively extrapolating metaphoric speech in the debate on Europe, it is not only possible to reveal significant changes in the discourse of German political parties, but also to see how the individual metaphors condense to become powerful guiding narratives. Seen in this light it is then not particularly surprising that the question of the European constitution is – more than anything – a question of democratic legitimacy, European identity, the will to shape the political, and of European finality. At the same time the question of Europe\'s constitutionalisation is particularly a discourse of redrawing borders, and the partial closure of “open stateness”. It is this then that can be seen as “the new part” of German European policy.

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