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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7232
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/723/


Symptombelastungen während der Wartezeit auf eine ambulante Psychotherapie: Ausprägungen, Veränderungen, Korrelate und Prädiktoren

Psychopathological symptoms during the waiting period for outpatient psychotherapy treatment: Severity, changes, correlates, and predictors

Huckert, Thomas

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (92.488 KB)

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SWD-Schlagwörter: Ambulante Psychotherapie , Wartezeit , Remission , Symptom
Freie Schlagwörter (Deutsch): Symptombelastung , Veränderung
Freie Schlagwörter (Englisch): psychotherapy , outpatient , symptom , waiting period , waiting list , remission , change
Institut: Psychologie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Krampen, Günter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.10.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 28.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Monatelange Wartezeiten auf einen ambulanten Psychotherapieplatz sind der Regelfall im deutschen Gesundheitssystem. Die Veränderung der Symptombelastung der Patienten in der Wartezeit ist bislang allerdings kaum empirisch untersucht worden. In der vorliegenden Arbeit wurden an einer Stichprobe ambulanter Psychotherapiepatienten die Ausprägungen und Veränderungen der allgemeinen psychischen Symptombelastung während der durchschnittlich sechsmonatigen Wartezeit auf den Psychotherapieplatz untersucht. Zudem wurde überprüft, mit welchen Merkmalen die Symptombelastungen zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Therapie und zum Zeitpunkt des Erstgesprächs sowie ihre Veränderungen in der Wartezeit zusammenhängen. Die dabei untersuchten Persönlichkeitsmerkmale wurden aus theoretischen Rahmenmodellen abgeleitet. Hierzu gehören die aktionale Entwicklungspsychologie, das handlungstheoretische Partialmodell der Persönlichkeit mit der darin eingeordneten Vertrauens-Trias und das Androgynie-Modell der psychischen Gesundheit. Nach einem direkten Veränderungskriterium zeigten 48 % der Patienten in der Wartezeit keine bedeutsame Veränderung, 29 % eine Verbesserung und 23 % eine Verschlechterung. Durch die bei der Anmeldung erfassten Persönlichkeitsmerkmale konnten Verbesserungen, Verschlechterungen und gleichbleibende Symptombelastungen in der Wartezeit anhand einer multinomialen logistischen Regressionsanalyse für 60 % der Patienten korrekt vorausgesagt werden. Eine traditionelle normative Geschlechtsrollen-Orientierung stellt einen negativen Prädiktor für eine Verbesserung dar. Soziales Vertrauen konnte Verschlechterungen negativ vorhersagen. Bei Hoffnungslosigkeit handelt es sich um einen marginal negativen Prädiktor für eine Verbesserung. Ein hoch ausgeprägtes Selbstkonzept eigener Fähigkeiten ist ein positiver Prädiktor für eine Verschlechterung. Hinsichtlich der soziodemografischen und störungsbezogenen Merkmale konnten das Alter, das Geschlecht und die Anzahl der Diagnosen die Veränderungen der Symptombelastung in der Wartezeit zu 54 % korrekt vorhersagen. Das Alter ist ein positiver Prädiktor für eine Verschlechterung. Weibliches Geschlecht und die Anzahl an Diagnosen sind negative Prädiktoren für eine Verbesserung. Darüber hinaus wurden differenzierte Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen und der Symptombelastung exploratorisch untersucht.
Kurzfassung auf Englisch: In Germany, where social law regulates psychotherapy, months-long waiting periods for outpatient treatment is quite frequent. However, the question of changes in psychopathological symptoms of patients during that waiting period has rarely been addressed in psychotherapy research. The following study empirically tests symptom changes in a sample of psychotherapy outpatients (N = 106) during a (on average) six-month waiting period before treatment commencement. Furthermore, attributes associated with symptom changes are examined. In the present sample 48% of the outpatients show no significant change in psychopathological symptoms. However, the symptoms of 29% improve and 23% worsen during the waiting period. Using multinomial logistic regression, group membership (no change, positive change, negative change) can be correctly predicted by personality traits for 60% of the patients. Traditional gender-role orientation positively predicts changes for the worse. Social trust negatively predicts changes for the worse. A positive self-concept of ability negatively predicts improvement. Moreover, age, gender, and number of diagnoses correctly predict group membership for 54% of the patients, using multinomial logistic regression. Age positively predicts changes for the worse. Female gender and number of diagnoses negatively predict improvement. Finally, exploratory analyses were performed to examine the differential relationships between personality characteristics and symptomatology.

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