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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7453
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/745/


Die ältesten jüdischen Grabsteine in den Rheinlanden (bis ca. 1100): onomastische Aspekte und die Traditionen der Epitaphgestaltung seit der Antike

The most ancient Jewish tombstones in Rhenish regions (until about 1100): onomastic aspects and the traditions of epitaph composition since the classical antiquity

Cuno, Klaus

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (4.576 KB)

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SWD-Schlagwörter: Datierung, Diminutiv , Epitaph , Heilbronn, Juda, Juden, Jüdischer Friedhof, Mainz, Name, Natan, Rheinland, Rom, Spanien, Venosa, Worms
Freie Schlagwörter (Deutsch): Jüdische Namenkunde , Kette <Namenkunde> , Namenstatistik , Senior <Personenname> , Venosa / Catacombe Ebraiche
Freie Schlagwörter (Englisch): Epitaphs, Jewish, medieval , onomastic , Rhineland
Institut: Germanistik
Fakultät: Fachbereich 2
DDC-Sachgruppe: Geschichte Deutschlands
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Röll, Walter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.04.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 30.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die ältesten bekannten jüdischen Grabsteine in den Rheinlanden befinden sich in Mainz und Worms. Ihre Inschriften werden dem 11. Jahrhundert n. Chr. zugeordnet und sind meistens datiert. Möglicherweise noch früher ist die undatierte Inschrift von Heilbronn anzusetzen, die aber vielleicht gar kein Epitaph ist. rnIn dieser Untersuchung wird nach der Einleitung (Vorstellung eines namenkundlich-geschichtswissenschaftlichen Projekts) zunächst der Wert jüdischer Epitaphe für die onomastische Forschung aufgezeigt, die regionale Verteilung der rheinischen jüdischen Grabsteine des Mittelalters beschrieben und die Abgrenzung historischer Phasen erörtert. Bei der Prüfung der Heilbronner Inschrift und ihres Umfelds ergaben sich bisher unbeachtete Aspekte, deren Bedeutung für die Einordnung dieses Epigraphs aufgezeigt wird. Die anschließenden Analysen und Erörterungen richten sich nach einer Abfolge, die auch bei der Untersuchung der datierten Grabinschriften beachtet wird: Nach der Behandlung von Datierungsfragen wird der Blick auf die onomastischen Felder Name(n), Attribut(e), Bindeglied(er), Schrift(en), Sprache(n) und Kette(n) gerichtet. Der jeweils angefügte Vergleich mit antiken jüdischen Inschriften ist nach ebendiesem Muster aufgebaut. So wird beispielsweise nicht nur die Verbreitung des mit der Heilbronner Inschrift überlieferten Namens Nathan im Mittelalter skizziert, sondern auch konstatiert, daß dieser biblische Name in dem betreffenden Vergleichsmaterial der Antike nicht zu finden ist. Aus arbeits- und darstellungsökonomischen Gründen wird bei der Behandlung der erwähnten Grabsteine in Mainz und Worms unterschieden zwischen denjenigen Teilaufgaben, die alle diesbezüglichen Inschriften der Zeit vor dem Ersten Kreuzzug betreffen, und denjenigen, die sich auf die speziellen Angaben des einzigen bekannten Epitaphs der Phase Ia (bis ca. a. 1050) beziehen. Die erstgenannten Teilaufgaben werden in dieser Grundlegung erörtert, dagegen die speziellen Angaben der Epitaphe der Phase Ib (ca. a. 1050-1100) erst in einer künftigen Publikation ausführlicher besprochen. Zu den generellen Beobachtungen bei den Vergleichen nicht nur mit antiken, sondern auch mit späteren jüdischen (Grab-)Inschriften u. a. in Italien (bes. Venosa), Spanien und Frankreich gehört, dass man sich in der Antike bei der Zählung der Jahre auf die nichtjüdische Herrschaftsausübung (wie römische Konsuln) bezog, während man im Mittelalter spezifisch jüdisch (‚nach der Zerstörung des Tempels’, ‚nach der Erschaffung der Welt’) zählte. Weiterhin ist z. B. bemerkenswert, dass die jüdischen Epitaphe nach ca. 750 ausschließlich mit hebräischen Buchstaben geschrieben wurden (‚Schriftgrenze’) und dass von den untersuchten nur rheinische den Zusatz Lifrat ‚nach der Zählung’ aufweisen. Eine rheinische Spezialität ist zudem die auffällige Häufigkeit des biblischen Namens Jehuda und die Verbreitung von Senior/Schneior, wobei, von dem lateinischen Wort ausgehend, in der Untersuchung verschiedene Positionen zur sprach- und regionalhistorischen Einordnung dieses Namens erwogen und linguistische Fakten und Faktoren besonders aus der Perspektive der germ.-deutschen Majoritätskomponente des Jiddischen und aus romanistischer Sicht erörtert werden. Spezifika der jüdischen Namenwelt werden bei der Darstellung onomastischer Ketten erstmals in angemessener Detailbeachtung berücksichtigt, was entsprechende Vergleiche entscheidend befördert. Ergänzt wird die Abhandlung nicht nur u. a. durch Kontextwiedergaben und 28 Tabellen, sondern auch durch sechs umfangreiche Exkurse, in denen neben philologischen (z. B. Diminutivbildungen) und literarischen Fragen auch solche anderer Disziplinen wie archäologisch-historischer in den Blick genommen werden.
Kurzfassung auf Englisch: Contents:rn1. Introduction (project, procedures, objectives)rn2. Jewish tombstones in Rhenish regions as monuments (Jewish epitaphs as sources; areas, phases)rn3. The epigraph of Heilbronn (history and archaeology, undated, name Nathan, attribute Parnas, connecting link ha-, characters, language, onomastic features, comparison with Jewish inscriptions of the classical antiquity) rn4. Jewish epitaphs of the 11th century (undated epitaphs of this period in Mainz and Worms; dated tombstones: Jews in Mainz, documentation of the epitaphs in Mainz and Worms, research, aspects of dating, names Jehuda and Senior/Schneior, diminutives, patronymical connecting link, characters, languages, onomastic chaines, Jewish epitaphs in Spain, Italy [e.g. Venosa, Rome] etc., comparisons) rn5. Summary and prospect rnAppendices (charts, maps, texts etc.)rn

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