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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7585
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/758/


Zum Problem eines Bewusstseins bei Tieren am Paradigma der kantischen Theorie des Bewusstseins

On the problem of animal consciousness against the background of Kant's theory of consciousness

Hoffmann, Thomas

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.374 KB)

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SWD-Schlagwörter: Deutscher Idealismus , Kant, Immanuel / Opus postumum , Kant, Immanuel / Kritik der Urteilskraft / Kritik der teleologischen Urteilskraft , Kant, Imma
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tierseele , Wahrnehmungsbewusstsein , Leben , Organismus
Freie Schlagwörter (Englisch): animal consciousness , animal soul , organism , unity of apperception , apprehension
Institut: Philosophie
Fakultät: Fachbereich 1
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dörflinger, Bernd (Prof. Dr.); Albrecht Michael (apl. Prof. Dr. )
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.05.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 28.06.2012
Kurzfassung auf Deutsch: In einem ersten längeren Teil wird die These begründet und verteidigt, dass vor dem Hintergrund der Bewusstseins- bzw. Erkenntnislehre Kants, die vornehmlich den Menschen in den Blick nimmt, auch die Tiere als Züge transzendentaler Subjektivität aufweisend verstanden werden müssen. Im Anschluss daran wird diese Einsicht kritisch auf Kants Theorie menschlichen Bewusstseins und Erkennens bezogen.rnEs sind vornehmlich zwei Gesichtspunkte der Bewusstseins- bzw. Erkenntnistheorie Kants, die zur Begründung genannter These herangezogen werden: Zum einen die Lehre Kants von der Apriorität von Zeit und Raum als Formen der Anschauung eines transzendentalen Subjekts – insofern Tiere in Zeit und Raum anschauen, müssen auch sie über die apriorischen Anschauungsformen der Zeit und des Raumes verfügen; zum anderen die mit Kant aufzuweisende Abhängigkeit des Wahrnehmungsbewusstseins von nicht dem Vermögen der Sinnlichkeit zuzurechnenden Synthesisleistungen. Letztere sind vielmehr als von der Einheit eines transzendentalen Subjekts abhängig anzusehen, welche bzw. welches mithin auch bei Tieren zu veranschlagen ist.rnVor dem skizzierten Hintergrund – und nachdem noch Kants Begriff des Organismus, des Lebens und seine Position zum Vorstellungsleben von Tieren nähere Betrachtung gefunden haben – werden in einem abschließenden Teil der Arbeit zwei Gesichtspunkte der kantischen Theorie menschlichen Bewusstseins kritisch diskutiert.rnZunächst wird problematisiert, inwiefern Kants mindestens implizite These zu verteidigen ist, Vernunft weise gleichsam eine organologische Einheit auf, in der die einzelnen ‚Glieder‘ wechselseitig aufeinander bezogen sind und somit eine unauflösbare Einheit bilden. Die Notwendigkeit, auch Tieren transzendentale Subjektivität in bestimmtem Ausmaß zuzusprechen, scheint eine Aufspaltung besagter organologischer Einheit zur Folge zu haben.rnDes Weiteren wird erwogen, ob bei Tieren – nämlich insofern bei ihnen offenbar die Bewusstseinsebene vorliegt, die Kant beim Menschen die empirische Apperzeption oder den inneren Sinn nennt – nicht auch schon von Selbstbewusstsein zu sprechen ist. Es ist doch in ihrem wie in unserem Fall ein transzendentales Subjekt, das, insofern Zeit und Raum lediglich apriorische Anschauungsformen sind, sich selbst anschaut bzw. sich auch seiner selbst insofern bewusst ist. Es ist, so wird argumentiert, allererst Selbsterkenntnis, die den Menschen wesentlich vom Tier unterscheidet, nicht aber schon Selbstbewusstsein. rn rnrnrn
Kurzfassung auf Englisch: First of all, the following thesis is supported and defended: On the basis of Kant’s theory of human consciousness or rather human cognition it is necessary to consider animals as having features of transcendental subjectivity as well. Then this thesis is critically related to Kant’s theory of human consciousness or rather human cognition.rnTo support the named thesis two aspects of Kant’s theory of human consciousness or rather rnhuman cognition are considered: On the one hand, Kant’s conception of space and time as the a priori forms of intuition of a transcendental subject – insofar as animals intuit in space and time, they must also be endowed with these a priori forms of intuition; on the other hand, the dependency of the consciousness of apprehension on acts of synthesis, which cannot originate in the faculty of sensibility. These acts depend on the unity of the transcendental subject, in (non-human) animal as well as in human consciousness.rnIn the extensive final part of the paper – and after Kant’s theories of the specific purposiveness of organisms, of animation in general and of non-human mentality have also been examined –, two aspects of Kant’s conception of human consciousness or rather human cognition are critically discussed on the basis of the above outlined trains of thought. rnFirstly, it is discussed whether Kant’s thesis that reason or transcendental subjectivity is, so to speak, an organic and indissoluble unity, “in which […] every part exists for the sake of all the others as all the others exist for its sake” (B XXIII), should still be defended. This discussion is indispensable, as it seems that the necessity of ascribing features of transcendental subjectivity to animals in a certain degree breaks up the organic unity of reason or rather of transcendental subjectivity. rnFurthermore, it is considered if it is not judicious to refer to the features of transcendental subjectivity in animals as self-consciousness. Insofar as animals have the empirical apperception or the inner sense (or the consciousness of apprehension), it is in this regard in their case as in our case a transcendental subject that is conscious of itself (of its representations), if not necessarily knowing of itself as such a subject as well. Thus, it is rather the recognition of oneself as such a transcendental subject that distinguishes man from non-human animals. rnrn rn

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