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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7590
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/759/


Schadpotential gebietsfremder, invasiver Käferarten unter Berücksichtigung des globalen Klimawandels und rechtlicher Aspekte

Damage risk of alien, invasive beetle species under consideration of the global climate change and legal aspects

Schadpotential gebietsfremder, invasiver Käferarten unter Berücksichtigung des globalen Klimawandels und rechtlicher Aspekte

Bidinger, Kerstin

Originalveröffentlichung: (2012) Kapitel 1 wurde 2012 im Journal of Applied Entomology und Kapitel 3 2011 in Naturschutz und Landschaftsplanung publiziert. Teil 4 ist beim North-Western Journal of Zoology eingereicht.
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (33.024 KB) (Komplette Dissertation)

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SWD-Schlagwörter: invasive Arten , Schadpotential , Verbreitungsmodelle , Umweltrecht , globaler Klimawandel
Freie Schlagwörter (Deutsch): invasive Arten , Schadpotential , Verbreitungsmodelle , Umweltrecht , globaler Klimawandel
Freie Schlagwörter (Englisch): invasive species , damage risk , ecological niche models , environmental law , global climate change
JEL - Klassifikation: Q17 , Q34 , Q38 , Q57 , Q54
Institut: Geographie und Geowissenschaften
Fakultät: Fachbereich 6
DDC-Sachgruppe: Naturwissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Michael Veith, Univ.-Prof. Dr. jur. Reinhard Hendler
Sprache: Mehrsprachig
Tag der mündlichen Prüfung: 11.05.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 23.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die globale Vernetzung, der Flächennutungs- und Klimawandel sind zentrale Aspekte bei der Ursachenanalyse der zunehmenden Homogenisierung von Biozönosen und dem weltweiten Verlust von Biodiversität. Von großer Bedeutung sind dabei Arten, die in sich ein weiträumiges Verbreitungspotential mit einem hohen ökologischen, zum Teil in Verbindung mit einem hohen ökonomischen, Schadpotential vereinen – so genannte invasive Arten.rnAufgrund ihrer Eigenschaften bilden sie einen wichtigen Schnittpunkt von Ökologie, Ökonomie und Soziologie in Theorie und Praxis. Im Zuge der steigenden Anzahl von biologischen Invasionen weltweit und dem interessanten, interdisziplinären Charakter des Forschungsfeldes, ist dessen Analyse ein bedeutendes Top-Thema internationaler Forschung geworden. Die durch invasive Arten verursachten Schäden sind enorm: So werden die jährlichen Schäden für die USA, Südafrika, das Vereinigte Königreich, Brasilien und Indien auf insgesamt 336 Milliarden US Dollar geschätzt. Nach einem Bericht der EU Kommissionrnbeläuft sich für die Europäische Union die Summe aller Schäden die durch invasive Arten verursacht werden auf jährlich 12 Mrd. Euro. Folglich stellen invasive Arten zugleich einen zunehmend wichtigeren, rechtlichen Regelungsgegenstand auf den unterschiedlichsten Ebenen (international, europäisch, national) dar.rnIn dieser Dissertation wird die Bedeutung von Verbreitungsmodellen als Analyseund Präventions-Instrument in der naturschutzfachlichen Risikoabschätzung verdeutlicht. Ferner wird die Einsatzmöglichkeit von Modellen für die rechtliche Einstufung von Arten und als Ermessensgrundlage bei der Bewilligung von Kostenersatzansprüchen nach entstandenen Schäden aufgezeigt. Zwei ökonomisch bedeutsame Käferarten wurden zur Veranschaulichung als Modellorganismen ausgewählt: Der für die biologische Schädlingsbekämpfung absichtlich eingeführte Asiatische Marienkäfer Harmonia axyridis und der vorwiegend mit Holzverpackungsmaterialien global verschleppte AsiatischernLaubholzbockkäfer Anoplophora glabripennis. Beide Organismen sind in der EU alsrngebietsfremde Arten mit einem hohen Schadpotential einzustufen, haben jedoch einen sehr unterschiedlichen rechtlichen Status inne. Harmonia axyridis wird in Europa kommerziell vermarktet und darf in Deutschland mit Genehmigungsvorbehalt im Freiland ausgebracht werden, wohingegen Anoplophora glabripennis in der EU als zu bekämpfender Quarantäneschadorganismus geführt wird. Für beide Insekten gibt es derzeit keinen praktikablen Rechtsanspruch auf Schadenshaftung bzw. Entschädigungen. Neben der Erstellung von Verbreitungsmodellen nach naturwissenschaftlichen Kriterien, wird dieser Tatbestand erörtert und entsprechende Verbesserungsansätze für die Normsetzung und -anwendung präsentiert.
Kurzfassung auf Englisch: Globalisation, changes in land use and climate are central themes when identifying reasons for the increased homogenization of biological communities and the global loss of biodiversity. Species of major relevance are those that combine a wide-ranging distribution potential with a high risk of damage to the native ecology partly combined with high risk of damage to the economy of an area - otherwise referred to as invasive species. Based on these characteristics, invasive species represent an important intersection of ecology, economy and sociology in theory and in practice. Due to the increasing number of biological invasions worldwide and the interesting, interdisciplinary nature of their study, this topic is a highly relevant and critical issue for international research. The damages caused by invasive species are enormous: for instance, the annual damages for the USA, South Africa, the UnitedrnKingdom, Brazil and India are estimated at around 336 billion US dollars. A report of the European Commission, summarises that the damages caused by invasive species within the EU alone amounts to around 12 billion Euro per year. Consequently, invasive species mark an increasingly important, subject of legal regulation at many different levels (international, European, national). Within this thesis the relevance of species distribution models as instruments of understanding and prevention within an ecological risk assessment is pointed out. In addition, the applicability of these models for the legal classification of species and as a means for the discretion of cost reimbursement after damages have arisen is demonstrated. Two beetle species of economical importance were used for exemplification as model species: the Asian ladybeetle Harmonia axyridis, which was intentionally introduced as arnbiological control agent, and the Asian longhorned beetle Anoplophora glabripennis, which was mainly with wood packing material unintentionally displaced. Both organisms are classified within the EU as alien species with an enormous damage potential, but hold very different legal status: Harmonia axyridis is commercially sold in Europe and may be applied in natural settings with permission in Germany, whereas Anoplophora glabripennis is managed as a quarantine pest species in the EU. For both insects, no practicable legal claimrnto liability for damages or for compensation exists to date. Besides the generation of distribution models based on natural scientific criteria, these legal aspects are discussed and corresponding possibilities of improvement for the norm setting and execution are presented.

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