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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7604
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/760/


Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalen - Grundlagen, Realisierung und Mehrwerte des landesweiten Radverkehrsnetzes und seine Bedeutung zur Verwirklichung einer nachhaltigen selbsterklärenden multimodalen Mobilität

The State-wide Bicycle Network North Rhine-Westphalia - Basis, realization and surplus values of the State-wide Bicycle Network and the relevance for the implementation of a sustainable self-explaining multimodal mobility system

Kaulen, Ralf

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (20.041 KB)

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SWD-Schlagwörter: Radfahrerverkehr , Nordrhein-Westfalen , Multimodalität , Wegweisung , Strategische Planung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalen, multimodale Mobilität, Realisierungsstrategie, Wegweisung; systematische Radverkehrsförderung
Freie Schlagwörter (Englisch): State-wide Bicycle Network North Rhine-Westphalia; multimodal mobility, implementation strategy, Signposting, systematic promotion of cycling
Institut: Geographie und Geowissenschaften
Fakultät: Fachbereich 6
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Monheim, Heiner Univ.-Prof. Dr.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.05.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 06.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Seit Mitte der 1970er Jahre engagiert sich das Land Nordrhein-Westfalen, in Folge des sozial/ökologischen Wertewandels der 1960er und 1970er Jahre, in der Radverkehrsförderung. Damals wie heute ist die systematische Realisierung von Radverkehrsnetzen, die durchgängig mit einem Leitsystem gekennzeichnet werden, ein zentrales Landesziel. Hierzu entwickelte das Land NRW unterschiedliche Strategien: Ende der 1970er Jahre wurde landesweit ein touristisches Netz erarbeitet, das jedoch seitens der Kommunen nur wenig Akzeptanz fand. Anschließend führte das Land NRW mit zwei Modellvorhaben den Nachweis, dass zur Förderung des Radverkehrs eine systematische Zielnetzplanung verbunden mit einer Kennzeichnung des Netzes mittels Leitsystem zielführend ist. Doch auch dies fand seitens der Kommunen nur wenig Nachahmer. Daher leitete das Land NRW einen weiteren Strategiewechsel von der Bottom-up-Strategie zur Top-down-Strategie ein: 1995 wurde im Koalitionsvertrag der Landesregierung die Realsierung des Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalen (RVN NRW) politisch beschlossen. Landesweit sollte ein Radverkehrsnetz geplant und anschließend mit einem Leitsystem vor Ort gekennzeichnet werden. Das RVN NRW wurde zwischen 1996 und 2007 unter vollständiger Finanzierung des Landes NRW in enger Abstimmung mit den 427 Kommunen und ca. 2.000 Projektpartnern erfolgreich umgesetzt. Es hat eine Länge von 14.155 km. Heute wird das RVN NRW durch viele Kommunen weiter lokal verdichtet. Bereits im Rahmen der Projektkonzeption waren auf Grundlage des RVN NRW umfangreiche Synergien vorgesehen, indem u. a. der Radroutenplaner NRW entwickelt wurde. Dieser wird mittels Internet/Smartphone kommuniziert und enthält sowohl alle Informationen zur Planung der Strecke vor der Fahrt, als auch zur Wegefindung während der Fahrt. Mit diesem innovativen Projekt wurden zahlreiche Mehrwerte und Synergien erzielt, indem z. B. radtouristischen Netze neu geordnet, ein landeseinheitliches Qualitätsmanagement zur Pflege entwickelt, ein Repertoire zur Sicherung des Radverkehrs außerorts geschaffen und insbesondere die Verkehrsmittel des Umweltverbunds sowohl in den Netzen (Hardware) als auch in der Informationsvermittlung (Software) miteinander verknüpft wurden. Unter Berücksichtigung der ökologischen, energetischen, demographischen und volkswirtschaftlichen Anforderungen an die Mobilität der Zukunft, muss ein nachhaltiges selbsterklärendes multimodales Mobilitätssystem mit dem Rückgrat Öffentlicher Verkehr entwickelt werden. Mit der Realisierung des RVN NRW hat das Land NRW bereits eine wesentliche Komponente fertiggestellt. Um die Systemvorteile der jeweiligen Verkehrsarten optimal nutzen zu können, sind umfangreiche weitere Maßnahmen erforderlich, die wiederum einer Landesinitiative bedürfen. Das mit der Konzeption des RVN NRW erfolgreich praktizierte Umsetzungsverfahren lässt sich auf eine Vielzahl von weiteren Zukunftsaufgaben übertragen. Allgemeingültige Handlungsempfehlungen zeigen den Weg auf, wie auch diese Visionen in die Realität übergeleitet werden können.
Kurzfassung auf Englisch: The State of North Rhine-Westphalia (NRW) is committed to the promotion of bicycle transport since the middle of the 1970s. This was a consequence of the change of social and ecological mind in the 1960s und 1970s. At the beginning in this time up to today the systematic implementation of a bicycle network in combination with a uniform signposting system is a main goal of the state government. Therefore different strategies were developed by the state of NRW: At the end of the 1970s a state wide bicycle network for tourists was realized, but rarely accepted by the local municipalities. Later the government of NRW accomplished two pilot projects, which documented the success of local and regional bicycle network in combination with a clear signposting of the routes. This implementation strategy also was not adapted by the communes in the State of NRW. Consequently the State of NRW changed their purpose from the bottom-up to the top-down strategy: In the year 1995, the State Government decided on the establishment of the State-wide Bicycle Network North Rhine-Westphalia (RVN NRW). This bicycle routes in NRW should be equipped with standardized signposting based on uniform systematic principles. The RVN NRW was completely financed by the State and realized between 1996 and 2007 in close cooperation with the 427 communes in NRW and about 2000 local partners. It comprises a total length of 14.155 km. Today the RVN NRW is further extended by a lot of communes. A lot of synergies are planned already in the first conception of the RVN NRW, e.g. the NRW Bicycle Route Planner on the Internet. All information to the network in general and to all routes in detail is available via internet and smart phone. The Bicycle route planner offers information for planning a cycle route and gives also information while biking. Due to this innovative project touristic bicycle routes were restructured, a guideline to unified quality were developed and new methods for secure cycling on streets outside of urban areas were established. Further the bicycle routes were connected with the stations and central stops of public transport in hardware and software (interactive Bicycle route planner). Regarding the ecological, energetic, demographical and economic demands of the mobility in the future, a sustainable self-explaining multimodal mobility system based on public transport has to be developed. With the implementation of the RVN NRW the state of North Rhine-Westphalia completed a main issue of this demand. For realizing the multimodal mobility system it is necessary to combine the best advantage of all kinds of sustainable transport. Therefore further initiatives by the state government are necessary. The implementation strategy of the RVN NRW can be transferred to a lot of further future tasks. Generally accepted recommendations show how those visions also become reality.

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