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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-7778
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/777/


Arbeitsbeziehungen als Politikum: Diskurse, Akteure und Tendenzen in Arbeitsrechtsprechung, Massenmedien und Betriebswirtschaftslehre

Industrial Relations and Politics: Discourses, Stakeholders, and Political Bias in Labour Jurisdiction, Mass Media, and Business Economics

Kühne, Kai

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.227 KB)

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SWD-Schlagwörter: Arbeitsbeziehungen , Ideologie , Diskursanalyse
Freie Schlagwörter (Englisch): Industrial Relations, Ideology, Discourse Analysis
Institut: Wirtschaftswissenschaften
Fakultät: Fachbereich 4
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sadowski, Dieter (Prof. Dr. Dr. h. c.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.08.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 14.09.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Gegenstand der Dissertation ist die Rolle ideologischer Deutungsmuster in der politischen Auseinandersetzung um Arbeitsbeziehungen in Deutschland. Zunächst wird untersucht, inwiefern tendenziöses Entscheidungsverhalten von Richtern an deutschen Landesarbeitsgerichten und politische Einflussnahme auf die Rechtsprechung empirisch zu belegen sind. Mittels rechtsempirischer Analyse kann gezeigt werden, dass systematische Zusammenhänge zwischen persönlichen Merkmalen von LAG-Richtern und ihrem Entscheidungsverhalten bestehen. Während Einflussnahme von Seiten der Politik im Rahmen der verfügbaren Daten nicht nachweisbar ist, spricht die empirische Evidenz mithin dafür, dass neben rechtsimmanenten Kriterien auch individuelle Überzeugungen die Arbeitsrechtsprechung beeinflussen. Der zweite Teil der Dissertation befasst sich mit der Arena der Massenmedien. Anhand einer Inhaltsanalyse, die den Diskurs über Mitbestimmung in drei überregionalen deutschen Tageszeitungen für den Zeitraum von 1998 bis 2007 rekonstruiert, soll die Frage beantwortet werden, inwieweit die deutschen Massenmedien selbst als autonome politische Akteure in der Auseinandersetzung um Mitbestimmung zu betrachten sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für das Agenda-Setting im Untersuchungszeitraum zwar eher generelle Nachrichtenfaktoren maßgeblich waren. Doch sowohl das Standing der verschiedenen Akteursgruppen als auch die Deutungsrahmen und Handlungsempfehlungen weisen zum Teil Differenzen zwischen den untersuchten Zeitungen auf, die nur als Ausdruck unterschiedlicher ideologischer Positionen erklärbar sind. Ob die Betriebswirtschaftslehre ihren eigenen wissenschaftstheoretischen Ansprüchen gerecht wird, ist Gegenstand des dritten Papiers. Mittels multivariater Analyse wird untersucht, inwieweit die Inhalte der marktführenden betriebswirtschaftlichen Zeitschriften in Deutschland von außerwissenschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Wie die Analyse ihrer Auseinandersetzung mit dem Shareholder-Value-Prinzip zeigt, ist die Betriebswirtschaftslehre offenbar nur bedingt in der Lage, dem Wertfreiheitspostulat zu genügen. Wirtschaftswissenschaftliches Denken muss zumindest in Teilen als Ausdruck subjektiver Maßstäbe und soziokultureller Rahmenbedingungen betrachtet werden, wird also von außerwissenschaftlichen Wertungen beeinflusst, die auch durch innerwissenschaftliche Diskussionsprozesse nicht eliminierbar sind.
Kurzfassung auf Englisch: This dissertation examines the role that ideology has in the political conflict regarding industrial relations in Germany. The dissertation opens by investigating to what extent the biased jurisdiction of regional labour courts and the exertion of influence by politicians can be empirically detected. An empirical legal analysis reveals systematic relations between judges’ individual characteristics and their decision making. While politicians do not seem to influence judicial decision making, empirical evidence indicates that aside from legal criteria, judges’ personal convictions do affect labour jurisdiction. The second paper encounters the question of whether the mass media should be seen as autonomous political actors in the conflict surrounding co-determination. The research is based on a content analysis capturing the discourse on co-determination in three national German newspapers spanning the period between 1998 and 2007. The results suggest that agenda-setting was mostly governed by general news values. However, both the standing of various actors and the framing of news content exhibit differences between the newspapers that can only be interpreted in terms of ideological bias. The final part of the dissertation takes an in depth look at how business economics conforms to its own scientific standards. For this purpose, the discourse on shareholder value in the three leading journals in German business economics is analysed. The analysis indicates that business economics does not seem capable of complying with the postulate of value freedom. Economic thinking must at least partly be considered as the result of subjective convictions and socio-cultural conditions.

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