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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:hbz:385-4125
URL: http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2007/412/


Qualitativer Bewusstseins- und Verhaltenswandel im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung und ökologischen Ökonomik

Qualitative Change of Consciousness and Behaviour in the Context of a Sustainable Development and Ecological Economics

Sieben, Daniel

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (26 KB) Dokument 2.pdf (1.587 KB)

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SWD-Schlagwörter: Nachhaltige Entwicklung , Nachhaltigkeit , Umweltbewusstsein
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ökologische Ökonomie, Bewusstseinswandel, Komplementäre Wissenschaft, Komplementäre Ökonomik
Freie Schlagwörter (Englisch): Ecological Economics, Sustainable Development, Ecological Consciousness, Complementary Science, Complementary Economics
Institut: Wirtschaftswissenschaften
Fakultät: Fachbereich 4
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Spehl, Harald (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.04.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 09.05.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation „Qualitativer Bewusstseins- und Verhaltenswandel im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung und ökologischen Ökonomik“ ist eine ungewöhnliche wirtschaftswissenschaftliche Arbeit, die mit Hilfe von inter- und transdisziplinärer Forschungsmethodik weit über das Gebiet der Ökonomik hinausgeht, um Eigenschaften und Anforderungen für einen qualitativen Bewusstseins- und Verhaltenswandel zu erforschen. Sie ist dazu in sieben Kapitel inklusive Einleitung und Schluss gegliedert.
Zunächst werden im zweiten Kapitel Probleme der Operationalisierung und Umsetzung der offenen Brundtland-Definition von nachhaltiger Entwicklung thematisiert. Sowohl die Abgrenzung von Bedürfnissen als auch von ökologischer Tragfähigkeit stellen hierbei die Nachhaltigkeitsforschung vor Schwierigkeiten.
Im dritten Kapitel wird die Notwendigkeit der grundlegenden Veränderung der Sicht- und Lebensweise aus dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung abgeleitet, für das die Wirtschaftswissenschaften zwei Ansätze bieten. Im Vergleich mit der neoklassischen Umwelt- und Ressourcenökonomik, die auf den Prämissen des mechanistisch-objektivistischen Weltbildes der klassischen Physik beruht und die Natur als substitutionalisierbar ansieht, wird der ökologischen Ökonomik der Vorzug gegeben, aus deren Sicht die Betrachtung der Ökonomie als kulturelles Ökosystem unter Irreversibilität und der Anwendung des Vorsichtsprinzips zweckdienlich ist. Mit einer dreifachen Konsistenz-, Effizienz- und Suffizienzstrategie will die ökologische Ökonomik nachhaltige Entwicklung umsetzen, verlässt dabei aber nicht eine materialistische Sichtweise, so dass das Merkmal der Suffizienz unzureichend mit Inhalten ausgefüllt wird. Dies ist der Anknüpfungspunkt für einen qualitativen Bewusstseins- und Verhaltenswandel.
Beispiele für einen solchen werden im vierten Kapitel beschrieben, sowohl mit der Quantenphysik aus dem Kernbereich der Naturwissenschaften stammend, als auch aus der Bewusstseinsforschung. Kennzeichen eines neuen Bewusstseins sind die Aufhebung der Trennung von Subjekt und Objekt, Geist und Materie, Innen- und Außenwelt. Zwei Exkurse (Emoto, spirituelle Weltanschauungen) zeigen zusätzliche nicht-materialistische Wahrnehmungen von Welt und Wirklichkeit auf.
Im fünften Kapitel folgt die Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf eine zugleich sowohl ergänzende als auch alternative Form von Wissenschaft, der „komplementären Wissenschaft der Innen- und Außenwelt“. Sie berücksichtigt nicht nur die äußere Dimension der Erfahrungswelt, sondern auch die innere, um komplexe Sachverhalte ganzheitlich in ihrem Zusammenwirken von Subjekt und Objekt, Geist und Materie, Innen- und Außenwelt betrachten und erfassen zu können. Dazu ist eine Erweiterung der Methodik um introspektive Einsichten notwendig, sowie die Erweiterung von Welt- und Menschenbild um immaterielle Aspekte, ersteres durch die Wechselwirkungen zwischen Bewusstsein, Geist, Materie und Leben, letzteres durch spirituelle, mentale, emotionale und physische Zusammenhänge des Menschseins.
Das sechste Kapitel beinhaltet Anforderungen an eine komplementäre Ökonomik der Innen- und Außenwelt, die die Merkmale eines qualitativen Bewusstseins- und Verhaltenswandels aufweist. Zum einen geschieht dies durch das Modell einer „Ökonomie des Geistes“, die in Anlehnung an Bateson mentale Strukturen als grundlegend für materielle ökonomische Prozesse ansieht. Zum anderen bietet eine „Quanten-Ökonomik“ die Verbindung einer Außenweltperspektive mit der Innenwelt. Daraus geht auch ein neues Verständnis von Nachhaltigkeit hervor, in dem das Zusammenwirken von Innen- und Außenwelt im Mittelpunkt steht.
Die Dissertation schließt mit einem Ausblick der Umsetzungschancen eines derartigen qualitativen Bewusstseins- und Verhaltenswandels in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Kurzfassung auf Englisch: The thesis "A Qualitative Change of Consciousness and Behaviour in the Context of a Sustainable Development and Ecological Economics" is an unusual study of Economics. Applying inter- and transdisciplinary research methodology, it looks beyond Economics to study the qualities and requirements needed for a qualitative change of consciousness and behaviour. To this end the thesis is divided into seven chapters, including introduction and a concluding.
Chapter Two discusses the problems encountered when operating with the open Brundtland definition of Sustainable Development. Limitations caused by the demarcations of both needs and ecological capacity pose problems for research in the field of sustainability.
Chapter Three studies the necessity for a fundamental change of outlook and lifestyle, using the concept of Sustainable Development, for which the study of Economics offers two different approaches. Ecological Economics, which considers a complementary relationship between the economy and nature by viewing the economy as a cultural eco-system, is compared and preferred to Neoclassical Environment- and Resource Economics. The latter is based on the mechanistic-objectivistic outlook favoured by Classical Physics and which considers nature to be a substitute good. Using a triple strategy of consistency, efficiency and sufficiency, Ecological Economics hopes to achieve a Sustainable Development. But as it does not abandon a materialistic outlook, the aspect of sufficiency is not covered in enough depth. This leads to further reflection on the need for a qualitative change of consciousness and behaviour.
Examples of such a change are described in Chapter Four, covering natural sciences (Quantum Physics) as well as scientific studies of consciousness. The new consciousness is characterised by the abolition of the division between subject and object, mind and matter, inner and outer world. Two digressions (Emoto, Spiritual Philosophies) demonstrate further non-materialistic interpretations of world and reality.
Chapter Five translates the insights gained into a supplementary and alternative form of science called “Complementary Science of the Inner and Outer World". It takes into account both the outer and inner dimensions of the world as it is experienced, in order to comprehensively capture complex interactions of subject and object, mind and matter, inner and outer world. The requires an expanded methodology for studying introspective insights, and also a more expanded, non-materialistic view of world and man, looking at non-material aspects; the former by integrating the interactions between consciousness, mind, matter and life, the latter by taking into account the spiritual, mental, emotional and physical spheres of human existence.
Chapter Six covers requirements for a “Complementary Economics of the Inner and Outer World”, reflecting the features of a qualitative change in consciousness and behaviour. On the one hand, this uses the model of an “Economy of Mind”, which considers mental structures to be essential for material economic processes, similar to Bateson´s “Ecology of Mind”. On the other hand, "Quantum Economics" combines an outer world perspective with the inner world. This results in a new understanding of “Complementary Sustainability”, in which the interaction of the inner and outer world becomes the focus of research and interest.
The thesis finishes with a look at the probability that science, economy and society might put such a qualitative change of consciousness and behaviour into action.

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