Financial Performance and Capital Structure of Family Firms: Meta-Analytical Investigations

  • With two-thirds to three-quarters of all companies, family firms are the most common firm type worldwide and employ around 60 percent of all employees, making them of considerable importance for almost all economies. Despite this high practical relevance, academic research took notice of family firms as intriguing research subjects comparatively late. However, the field of family business research has grown eminently over the past two decades and has established itself as a mature research field with a broad thematic scope. In addition to questions relating to corporate governance, family firm succession and the consideration of entrepreneurial families themselves, researchers mainly focused on the impact of family involvement in firms on their financial performance and firm strategy. This dissertation examines the financial performance and capital structure of family firms in various meta-analytical studies. Meta-analysis is a suitable method for summarizing existing empirical findings of a research field as well as identifying relevant moderators of a relationship of interest. First, the dissertation examines the question whether family firms show better financial performance than non-family firms. A replication and extension of the study by O’Boyle et al. (2012) based on 1,095 primary studies reveals a slightly better performance of family firms compared to non-family firms. Investigating the moderating impact of methodological choices in primary studies, the results show that outperformance holds mainly for large and publicly listed firms and with regard to accounting-based performance measures. Concerning country culture, family firms show better performance in individualistic countries and countries with a low power distance. Furthermore, this dissertation investigates the sensitivity of family firm performance with regard to business cycle fluctuations. Family firms show a pro-cyclical performance pattern, i.e. their relative financial performance compared to non-family firms is better in economically good times. This effect is particularly pronounced in Anglo-American countries and emerging markets. In the next step, a meta-analytic structural equation model (MASEM) is used to examine the market valuation of public family firms. In this model, profitability and firm strategic choices are used as mediators. On the one hand, family firm status itself does not have an impact on firms‘ market value. On the other hand, this study finds a positive indirect effect via higher profitability levels and a negative indirect effect via lower R&D intensity. A split consideration of family ownership and management shows that these two effects are mainly driven by family ownership, while family management results in less diversification and internationalization. Finally, the dissertation examines the capital structure of public family firms. Univariate meta-analyses indicate on average lower leverage ratios in family firms compared to non-family firms. However, there is significant heterogeneity in mean effect sizes across the 45 countries included in the study. The results of a meta-regression reveal that family firms use leverage strategically to secure their controlling position in the firm. While strong creditor protection leads to lower leverage ratios in family firms, strong shareholder protection has the opposite effect.
  • Familienunternehmen stellen mit zwei Drittel bis drei Viertel aller Unternehmen die häufigste Unternehmensform weltweit dar und beschäftigen ca. 60 Prozent aller Arbeitnehmer, sodass sie eine erhebliche Bedeutung für nahezu alle Volkswirtschaften haben. Trotz dieser hohen praktischen Relevanz ist die akademische Forschung erst vergleichsweise spät auf Familienunternehmen als Untersuchungsgegenstand aufmerksam geworden. In den letzten zwei Jahrzehnten ist das Feld der Familienunternehmensforschung allerdings stark gewachsen und hat sich als eigenes Forschungsgebiet mit einer großen thematischen Bandbreite etabliert. Neben Fragen rund um die Themen Corporate Governance, Unternehmensnachfolge und die Betrachtung von Unternehmerfamilien selbst wurde vor allem untersucht, welche Auswirkungen Familieneinfluss in Unternehmen auf deren Erfolg wie auch Unternehmensstrategie hat. Die vorliegende Dissertation untersucht die finanzielle Performance und die Kapitalstruktur von Familienunternehmen in verschiedenen meta-analytischen Studien. Meta-Analysen eignen sich insbesondere dazu, bestehende Erkenntnisse eines Forschungsgebietes zusammenzufassen und darüber hinaus Moderatoren zu identifizieren, die eine Beziehung zweier Variablen beeinflussen können. Zunächst geht die Dissertation der Frage nach, ob Familienunternehmen eine bessere finanzielle Performance aufweisen als Nicht-Familienunternehmen. Eine Replikation und Erweiterung der Studie von O'Boyle et al. (2012) basierend auf 1.095 Primärstudien offenbart eine geringfügig bessere Performance von Familienunternehmen im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen. Eine Untersuchung des Einflusses methodischer Studiencharakteristika zeigt, dass dieser Effekt vor allem für börsengelistete und große Unternehmen sowie in Bezug auf bilanzbasierte Kennzahlen gilt. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einfluss der Länderkultur. Demnach schneiden Familienunternehmen vor allem in individualistisch geprägten Ländern und Ländern mit einer geringen Machtdistanz besser ab. Weiterhin untersucht die Dissertation die Sensitivität der Performance von Familienunternehmen in Bezug auf konjunkturelle Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse zeigen ein pro-zyklisches Muster für Familienunternehmen auf, das heißt ihre relative finanzielle Performance gegenüber Nicht-Familienunternehmen ist besser in konjunkturell guten Zeiten. Dieser Effekt ist vor allem in anglo-amerikanischen Ländern und Entwicklungsländern ausgeprägt. Im nächsten Schritt wird mittels eines meta-analytischen Strukturgleichungsmodells (MASEM) die Marktbewertung von börsengelisteten Familienunternehmen unter Berücksichtigung der Profitabilität und verschiedener strategischer Entscheidungen untersucht. Es zeigt sich zum einen, dass das Merkmal Familienunternehmen selbst keinen Einfluss auf die Marktbewertung eines Unternehmens hat. Zum anderen wirkt sich die höhere Profitabilität von Familienunternehmen positiv auf ihren Marktwert aus, wohingegen die niedrige F&E-Intensität wertmindernd wirkt. Eine geteilte Betrachtung des Familieneinflusses zeigt, dass der Besitzanteil der Familie positiv auf die Unternehmensprofitabilität wirkt, jedoch negativ auf F&E-Intensität. Eine Beteiligung der Familie im Management führt hingegen zu einer geringeren Diversifizierung und zu einem geringeren Grad an Internationalisierung. Zuletzt betrachtet die Dissertation die Kapitalstruktur börsengelisteter Familienunternehmen. Die Ergebnisse der univariaten Meta-Analyse zeigen, dass Familienunternehmen im Durchschnitt einen leicht geringeren Verschuldungsgrad aufweisen als Nicht-Familienunternehmen. Es zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den 45 im Datensatz enthaltenen Ländern. Darüber hinaus belegen die Ergebnisse einer Meta-Regression, dass Familienunternehmen die Kapitalstruktur als strategisches Instrument nutzen, um ihre kontrollierende Position im Unternehmen zu sichern. Während ein starker Gläubigerschutz zu weniger Fremdkapitalnutzung führt, hat ein starker Aktionärsschutz die entgegengesetzte Wirkung.

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Metadaten
Author:Christopher Hansen
URN:urn:nbn:de:hbz:385-1-14156
Referee:Prof. Dr. Jörn H. Block, Prof. Dr. Matthias Baum
Document Type:Doctoral Thesis
Language:English
Date of completion:2020/05/13
Publishing institution:Universität Trier
Granting institution:Universität Trier, Fachbereich 4
Date of final exam:2020/02/28
Release Date:2020/05/25
Tag:Capital structure; Family business; Family firm; Firm performance; Meta-analysis
Institutes:Fachbereich 4
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 33 Wirtschaft / 330 Wirtschaft
Licence (German):License LogoCC BY-NC-ND: Creative-Commons-Lizenz 4.0 International

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