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Selektive Aktivierung als Erklärung des Rückschaufehlers

Selective activation as an explanation of the hindsight bias

  • Beim Rückschaufehler handelt es sich um eine systematisch verzerrte Erinnerung an früher getroffene Urteile. Der Rückschaufehler ist eine robuste kognitive Täuschung, die bislang aber nur unbefriedigend erklärt wurde. In dieser Arbeit wird ein detailliertes kognitives Prozeßmodell (SARA) vorgestellt. Der grundlegende Prozeß ist demnach ein zyklischer, probabilistischer Abruf von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis ins Arbeitsgedächtnis. Dies führt zu einer höheren Abrufwahrscheinlichkeit dieser Informationen und wird daher im Modell als selektive Aktivierung bezeichnet. Der Rückschaufehler ist somit auf veränderte Abrufwahrscheinlichkeiten von durch die Enkodierung der Lösung selektiv aktivierten Informationen zurückzuführen. In fünf Experimenten wurde das Konzept selektive Aktivierung überprüft. Probanden sollten die Entwicklung von Sachverhalten beurteilen und sich später nach Bekanntgabe der Lösung wieder daran erinnern. Zusätzlich wur-den Argumente dargeboten, die für eine Zu- bzw. Abnahme des Sachverhalts sprachen. Durch die Lösung selektiv aktivierte Argumente sollten zu einem verbesserten Abruf führen. In drei Wiedererkennenstests konnte eine selektive Aktivierung der Argumente durch die Lösung nicht nachgewiesen werden. In diesen Experimenten trat allerdings auch der Rückschaufehler nicht auf. In zwei Experimenten mit freier Wiedergabe ließen sich die erwarteten Effekte dagegen zeigen. Dies kann als erster Nachweis selektiver Aktivierung interpretiert werden.
  • Hinsight bias is a systematic distorted recollection of former judgments. Hindsight bias is a very robust cognitive illusion, that is explained very unsatisfactory up to now. In this work a detailed cognitive model (SARA) will be presented. The fundamental process is a cyclical probabilistic sampling of information from long term memory into working memory, leading to a higher recall probability for this information. This process is qualified as selective activation in the model. Hindsight bias could therefore be explained by changed recall probability of selective activated information during the encoding of the solution. The concept of selective activation was tested in five experiments. Participants had to judge the development of facts and later recall their former judgment. Additionally arguments favoring the increase or decrease of the facts to be judged were presented. Arguments selective activated by the solution should lead to an improved recall. In three recognition-experiments selctive activation failed to be confirmed. Yet hindsight bias didn't occur neither. Two experiments with free recall successfully confirmed the expected effect. A first evidence for selective activation.

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Metadaten
Author:Markus Eisenhauer
URN:urn:nbn:de:hbz:385-1293
Advisor:Rüdiger Pohl, Prof.
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of completion:2004/06/04
Publishing institution:Universität Trier
Granting institution:Universität Trier, Fachbereich 1
Date of final exam:2000/12/11
Release Date:2004/06/04
Tag:SARA; hindsight bias; memory; selective activation
GND Keyword:Aktivierung; Erinnerungstäuschung; Selektive Wahrnehmung
Institutes:Fachbereich 1 / Psychologie
Dewey Decimal Classification:1 Philosophie und Psychologie / 15 Psychologie / 150 Psychologie

$Rev: 13581 $