Refine
Year of publication
Document Type
- Doctoral Thesis (509)
- Article (193)
- Book (99)
- Contribution to a Periodical (69)
- Part of a Book (48)
- Working Paper (40)
- Part of Periodical (19)
- Review (10)
- Master's Thesis (9)
- Other (9)
Language
- German (1027) (remove)
Keywords
- Deutschland (75)
- Luxemburg (39)
- Schüler (35)
- Schule (29)
- Geschichte (24)
- Demokratie (21)
- Unterricht (21)
- Poetik (20)
- Rückmeldung (20)
- Film (19)
Institute
- Fachbereich 2 (119)
- Psychologie (118)
- Raum- und Umweltwissenschaften (109)
- Politikwissenschaft (92)
- Universitätsbibliothek (76)
- Fachbereich 3 (65)
- Rechtswissenschaft (55)
- Medienwissenschaft (53)
- Geschichte, mittlere und neuere (44)
- Wirtschaftswissenschaften (36)
- Germanistik (27)
- Kunstgeschichte (22)
- Fachbereich 6 (20)
- Mathematik (18)
- Soziologie (17)
- Fachbereich 1 (15)
- Informatik (12)
- Philosophie (10)
- Computerlinguistik und Digital Humanities (8)
- Fachbereich 4 (8)
- Romanistik (8)
- Anglistik (6)
- Fachbereich 5 (5)
- Geschichte, alte (5)
- Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft (4)
- Ethnologie (4)
- Klassische Philologie (4)
- Pädagogik (4)
- Institut für Rechtspolitik (3)
- Sinologie (3)
- Archäologie (2)
- Japanologie (2)
- Servicezentrum eSciences (2)
- Biogeographie (1)
- Forschungszentrum Europa (1)
- Phonetik (1)
- Slavistik (1)
- Theologische Fakultät (1)
Das Schreiben in der Fremdsprache stellt Lernende der Sekundarstufe I vor besondere Herausforderungen. Sie müssen sprachliche Mittel genreadäquat einsetzen und dabei inhaltliche Kohärenz und textsortenspezifische Merkmale berücksichtigen. Schreibgespräche als dialogische Form des Peer Feedbacks bieten einen vielversprechenden Ansatz, der aus kognitiver Perspektive Noticing-Prozesse und Output-Hypothesenbildung anregt und aus soziokultureller Perspektive Ko-Konstruktion von Wissen innerhalb der Zone der proximalen Entwicklung ermöglicht. Empirisch ist jedoch wenig darüber bekannt, wie jugendliche Lernende mit begrenzten fremdsprachlichen Ressourcen solche Gespräche führen und für ihre Textüberarbeitung nutzen.
Die vorliegende Studie untersucht mittels eines qualitativen, explorativen Designs die Lernpotenziale von Schreibgesprächen bei prozess- und genreorientierten Schreibaufgaben im Englischunterricht der 8. Jahrgangsstufe. 26 Lernende aus drei Klassen in der deutschsprachigen Schweiz wurden im authentischen Unterrichtskontext während der Bearbeitung zweier Schreibaufgaben untersucht. Das Datenmaterial umfasst C-Tests, Schreibprodukte in Entwurfs- und Endversion, videografierte Schreibgespräche, Reflexionsbögen sowie introspektive Verfahren mit Lernenden und Lehrpersonen. Die Auswertung orientierte sich an der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse. Durch die Triangulation der verschiedenen Daten wurde ein multiperspektivischer Zugang zu den Überarbeitungsprozessen gewonnen.
Die Befunde zeigen, dass die Lernenden grundlegend genregerechte Texte erstellten, die Überarbeitungen sich jedoch vorwiegend auf sprachformale Korrekturen konzentrierten. In den Schreibgesprächen wurden zwar relevante Textaspekte benannt, eine vertiefte gemeinsame Aushandlung fand jedoch nur in wenigen Episoden statt. Durch die Feinanalyse und Kontrastierung ausgewählter Episoden wurden vier Prozessschritte erfolgreicher Ko-Konstruktion identifiziert: das Erkennen und Ansprechen genrerelevanter Aspekte, die Einschätzung des Anforderungsniveaus, die gemeinsame Aushandlung sowie die reflektierte Implementation. Drei Faktoren beeinflussen die Qualität dieser Ko-Konstruktion: die individuelle Interlanguage-Entwicklung, die Peer Feedback Literacy der Lernenden sowie soziale Beziehungen zwischen den Lernenden. Aus den Befunden werden didaktische Implikationen und Gestaltungsprinzipien für dialogische Feedbackprozesse im Fremdsprachenunterricht abgeleitet.
Die Studie adressiert eine zentrale Forschungslücke für jugendliche Lernende mit niedrigem bis mittlerem Sprachniveau im deutschsprachigen Raum und liefert empirische Grundlagen für die Weiterentwicklung von Schreibgesprächen in Unterrichtspraxis und Lehrpersonenbildung.
Diese Arbeit befasst sich mit einem historischen Zeitraum des Wandels in China: der Qing-Dynastie (1644–1912). Dabei werden Prosawerke (xiaoshuo 小说) aus einer Zeit relativer Isolation mit denen aus einer Zeit des Semi-Kolonialismus in China verglichen, zeitlich getrennt durch das Trauma des 19. Jahrhunderts. Wie genau wurden Frauen in solchen Prosawerken repräsentiert und inwiefern spiegelten die Autoren dabei, bewusst oder unbewusst, die gesellschaftlichen Werte ihrer Zeit wider? Ist der Wandel von Tradition zu Moderne anhand der Figur der Frau zu spüren, noch vor dem radikalen Einschnitt der 4.-Mai-Bewegung? Um diese Fragen zu beantworten, werden in dieser Arbeit diverse Frauenfiguren und ihre Liebesbeziehungen aus vier ausgewählten populären Werken der frühen und späten Qing untersucht. Konkret handelt es sich dabei um die Charaktere Lianxiang 莲香 in Liaozhai zhiyi 聊斋志异, Wang Xifeng 王熙凤 in Honglou meng 红楼梦, Dihua 棣华 in Hen hai 恨海, sowie Fu Caiyun 傅彩云 in Niehai hua 孽海花. Einige dieser Figuren werden als vorbildliche Frauen präsentiert, andere hingegen als moralisch verwerfliche Widersacher, dabei rückt jedoch der zeitliche Kontext der Werke diese Charaktereigenschaften in ein neues Licht.
Parlamentarische Monarchien
(2026)
Die vorliegende Dissertation untersucht das Motiv der Freiheit als zentrales Thema in Werken des DDR-Autors Ulrich Plenzdorf. Ziel ist es, Plenzdorfs literarische Auseinandersetzung mit individuellen Freiheitsbestrebungen unter den Bedingungen der SED-Diktatur eingehend zu erschließen. Die Analyse erfolgt diachron und umfasst Texte aus den 1960er Jahren bis zum Ende der 1980er Jahre, wodurch Entwicklungslinien, thematische Verschiebungen und ästhetische Veränderungen im Werk sichtbar werden. Neben kanonisierten Werken werden auch bislang wenig beachtete Texte einbezogen, um ein vollständigeres Bild von Plenzdorfs literarischer Produktion zu gewinnen und Forschungslücken zu schließen. Methodisch orientiert sich die Studie an einem kulturwissenschaftlichen Ansatz im Sinne des New Historicism, der literarische Texte als Teil kultureller Praktiken und sozialer Machtverhältnisse versteht. Vor diesem Hintergrund wird gezeigt, wie Plenzdorf Freiheitsvorstellungen in unterschiedlichen historischen Phasen der DDR artikuliert und mit Alltagskultur, Subkulturen sowie gesellschaftlichen Konfliktfeldern verknüpft. Diese Dissertation leistet damit einerseits einen Beitrag zur Neubewertung Plenzdorfs und andererseits zur kulturhistorischen Kontextualisierung der DDR-Literatur.
Fachunterricht ist der zentrale Erfahrungsraum im Sozialisationsumfeld Schule. Er prägt schon allein aufgrund seines hohen zeitlichen Anteils im Tagesverlauf und der grundlegenden Funktion von Schule Handeln und Wahrnehmung von Lehrpersonen und Lernenden. Umso wichtiger ist es, ihn in die Gestaltung einer demokratischen Schulkultur einzubeziehen.
Partizipativer Unterricht, der nicht nur aus punktuell erlebter Teilnahme besteht, ist — wie Charlotte Keuler es im Leitartikel des vorliegenden Heftes formuliert — durch die Herausforderungen, vor die uns unsere globalisierte Welt stellt, in vielerlei Hinsicht unabdingbar geworden. Kommunikationsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz, Wissensmanagement und andere oft zitierte „soft skills“ sind Schlüssel- kompetenzen des 21. Jahrhunderts.
Partizipation im Unterricht von klein auf – geht das? Braucht man für Diskussionen, Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse nicht eine bestimmte Reife, über die Dreijährige noch gar nicht verfügen? Das mateneen-Team hat sich auf Limpertsberg ein Bild von der Arbeit mit Vorschulkindern gemacht und festgestellt: das geht sehr wohl!
Feedback in der Schule? Das bedeutet häufig eine kurze Rückmeldung der Lehrer*innen an die Schüler*innen zu deren Mitarbeit. Dabei bietet eine etablierte Feedbackkultur im Unterricht breite Möglichkeiten, demokratisches Handeln zu üben und die Unterrichtsqualität zu verbessern, und muss keineswegs nur einseitig ausfallen.