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Institute
The articles presented in this volume deal with recent poetry and focus on the connection between politics, performativity, and the internet in multiple literatures and intercultural relations. Although the majority of these texts belong to the Russophone world, poetry from Serbia, Latvia, and China is also considered. The contributors demonstrate, on the one hand, how newer poetry softens genre distinctions and formally tends towards multimedia hybridization and, on the other, how it transcends or dissolves linguistic, cultural, and social boundaries.
Inger Christensen muss vielleicht als die bedeutendste dänische Dichterin der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten, die auch im deutschsprachigen Raum große Beachtung fand. Ihr Einfluss auf die gegenwärtige deutschsprachige und skandinavische Lyrik wird in diesem Band erstmalig untersucht. Die hier versammelten Beiträge folgen den Spuren Inger Christensens in den lyrischen und essayistischen Arbeiten von Thomas Kling, Nico Bleutge, Herta Müller, Oswald Egger, Pia Tafdrup, Mette Moestrup, Silke Scheuermann, Jan Wagner, Uljana Wolf, Amalie Smith, Birgitta Trotzig und anderen. Dabei widmen sich die Studien sowohl Christensens sprachtheoretischen Reflexionen und den formalen Einflüssen ihres Werks und deren Transformationen in der Gegenwartslyrik als auch den thematischen Gegenständen ihrer Dichtung, insbesondere ihrem Naturkonzept und dessen Adaption in neueren ökokritischen Ansätzen.
Internationale Zeitschrift für Kulturkomparatistik Bd. 10 (2023): Contemporary Poetry and Politics
(2023)
Politische Themen und Intentionen in der Lyrik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts bilden den Gegenstand dieses Bandes. Das Spektrum der Beiträge reicht von länderspezifischen Analysen der Formen und Funktionen politischer Lyrik über die poetische Auseinandersetzung mit innen- wie außenpolitischen Problemen und Konflikten bis hin zu Lyrik als politischer Aktion. Der Akzent liegt auf slavischen und ostasiatischen Sprachen sowie auf der deutschsprachigen Lyrik.
Familiengeschichten sind in den letzten dreißig Jahren besonders unter politisch-historischen Aspekten sowie mit einem erinnerungskulturellen Interesse untersucht worden (insbesondere in Deutschland und Österreich, aber auch in Frankreich). Obwohl die Schweiz in die Zivilisationsbrüche des Zweiten Weltkriegs lediglich verwickelt worden ist, ohne von den Auswirkungen in einem vergleichbaren Ausmaß betroffen zu sein wie ihre Nachbarländer, ist der erinnerungskulturelle Diskurs ebenso relevant für schweizerische Literatur. Im vorliegenden Band stellt sich zunächst die Frage, inwiefern die Modelle, die die Forschung zu Familienroman und Generationenerzählung in anderen Literaturen ermittelt hat, auch für die Literaturen der Schweiz gelten. Dabei eröffnet die Untersuchung eines mehrsprachigen Korpus von deutsch-, französisch-, aber auch italienischsprachigen Erzählungen aus der Schweiz ein Untersuchungsfeld, in dem unterschiedliche literarische Traditionen in eine gemeinsame nationalstaatliche Perspektive gestellt werden. Konkret untersuchen die Beiträge im vorliegenden Band, wie Familiengeschichten im Spektrum der schweizerischen Literaturen erzählt werden. Dabei steht die Frage im Raum, ob die Schweizer Gegenwartsliteratur im Hinblick auf die erzählten Familienstrukturen einen Spiegel oder vielleicht einen Zerrspiegel der Schweizer Gesellschaft ergibt.
In contemporary Russian poetry, a special movement has emerged that engages in political activism under the feminist banner. This form of political poetry aims less at criticism and subversion than at making a direct social impact. Poems are written as per-formative forms of social action and often with a concrete purpose. They aim to resist power and take the side of the oppressed. The poetic subject opens her voice and her body in solidarity with others or courageously opposes the establishment through provocation — even aggression.
Internationale Zeitschrift für Kulturkomparatistik Bd. 5 (2021): Literatur - Philosophie - Ästhetik
(2022)
Wenn auch viel über die Beziehung zwischen Literatur und Philosophie nachgedacht worden ist, sind entscheidende Fragen noch offengeblieben, z.B. die Frage des Verhältnisses zwischen der prinzipiell ästhetischen Verfasstheit literarischer Texte und dem ebenfalls prinzipiell rational-logischen Argumentationsmodus philosophischer Texte und die Frage der Bedingungsfaktoren der seit der Antike fruchtbaren Interdependenz von Philosophie und Literatur, die als Signum einer Kultur gelten kann, in der Dichten und Denken koexistieren und vielfach auch konvergieren. Der Band widmet sich Erscheinungsformen und Spielarten der Interaktion von Philosophie und Literatur, so dem Mimesis-Konzept von der antiken Philosophie bis zur modernen Literaturtheorie, dem Denken der Vorsokratiker, das in der Moderne wieder aufgegriffen wurde, der antiken Gattung des Gedankenexperiments und seiner Bedeutung bis zur Gegenwart. Platons Ring des Gyges wird als antiker Ursprung der Vorstellung des unsichtbaren Menschen herausgestellt. Ein Beitrag untersucht die ethische Dimension der Literatur, ein weiterer Freges Deutung der Sprache der Poesie. Fallstudien beschäftigen sich mit Ciceros intrikater Verwendung des Dialogs, Hölderlins Umsetzung der Philosophie in Literatur, Hegels Vergeistigung der Kunst, Schopenhauers Literarisierung der Philosophie, Wallace Stevens’ lyrischem Philosophieren, der Assimilation von Derridas Denken bei Francis Ponge, der Bedeutung moderner wissenschaftlicher Theorien bei Samuel Beckett und anderen postmodernen Romanciers und mit der Anverwandlung asiatischer Philosophie im Werk des amerikanischen Lyrikers Gary Snyder.
Auch wenn die Natur im Gedicht nach 1945 ihre poetische Unschuld verloren hat, so behält doch das Sprechen über Naturphänomene und Naturkatastrophen seine inspirierende Wirkung auf den Dichter. Im Gespräch zwischen Gedichten, vom Gedicht zum Leser stiftet Naturdichtung weiterhin Erkenntnis, politisch und weltanschaulich. Dabei spielt auch die Transition der poetischen Formen, die jahrhundertlang das Bild der Natur gestaltet haben, eine aufschlussreiche Rolle: Das Naturgedicht nach 1945 schöpft immer wieder aus dem rhetorischen Reservoir der Gattung, sei es aus dem lukrezischen Lehrgedicht oder sei es aus dem Idyll der klassischen Tradition. Und die neuere Naturdichtung stellt unser Anthropozän in Frage, jenseits von Lyrismus und von wohlfeilem ecocriticizm. Aus verschiedenen Perspektiven untersuchen die Beiträge des Bandes von IZfK diese Transitionen und Transformationen der Natur im europäischen Naturgedicht nach 1945. Wie kann man poetisch – und im weiteren Sinne dann auch politisch – über Natur sprechen angesichts ihrer ökologischen „Todesarten“ im 21. Jahrhundert? Welchen Einfluss haben die Naturwissenschaften auf new nature writing? Mit welchen Mitteln werden klassische Genres der Naturpoesie wie Pastorale, Bukolik, Elementar- und Lehrgedicht umgeschrieben?
“Art and Technology in Nicholas of Cusa” discusses a basic assumption of the Central European ‘Weltanschauung’ since the early modern period. The two terms and their relationship to each other represent formative parameters that extend up to the present, in the so-called Anthropocene. An exemplary relevance of these terms can be found in Nicholas of Cusa. It comes to light in the development of art and technique between Cusanus and Leonardo da Vinci (G. Cuzzo). In Cusa’s philosophy, conjectural thinking forms the systematic core of this approach (C. D'Amico and J. González Rios). This thinking points in two directions, in that art and thought in Cusanus’ reception of Neoplatonism and its independent appropriation lead to scientia aenigmatica , which at the same time manifests itself in technical images. (W.C. Schneider). Thereby, the liberal and the mechanical arts experience the same high esteem (K. Yamaki). For Nicholas, technology proves to be a form of expression of the “viva imago Dei” and its creative art; thus, Cusa characterizes two different forms of consciousness: the reflexive self-consciousness of science and technology as well as the creative consciousness of spiritual self-development (H. Schwaetzer). Cusa applied this concept also to humans and animals, and hence to nature in general (K. Zeyer).
The present volume not only contributes to research on Cusanus but also provides a specimen for comparative studies of different forms of consciousness.
Die Beschäftigung mit dem Luxemburgischen unter phraseologischem Gesichtspunkt ist ein Phänomen der jüngsten Forschungen, das erst im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte vermehrt Aufmerksam gefunden hat. Trotz einer bereits soliden Grundsteinlegung bietet die Phraseologie des Luxemburgischen noch reichlich Untersuchungsfläche. Die Dissertation "Formelhafte Sprache in der Chambre des Députés: Eine empirische Untersuchung der Phrasemverwendung im Luxemburgischen anhand der öffentlichen Sitzungsprotokolle der Abgeordnetenkammer" befasst sich mit dem Gebrauch des Luxemburgischen in politischen Reden, mit Schwerpunkt auf formelhafter Sprache, sogenannten Phraseologismen, wie etwa Routineformeln (z. B.: Dir Dammen an Dir Hären…; wéi scho gesot…), Sprichwörter (z. B.: Déi aarm Leit kache mat Waasser; Wie schnell geet, geet duebel), Paarformeln (z. B.: de Sënn an den Zweck; ëmmer an iwwerall), komparative Phraseologismen (z. B.: eppes läit engem um Mo wéi eng Zill) und andere vorgefertigte Sprachelemente, die meistens in einer verfestigten Form vorkommen und häufig dazu dienen, bestimmte Kommunikationssituationen zu bewältigen. In diesen Reden spielen Phraseologismen unbestreitbar eine wichtige Rolle, seien es bewusst eingesetzte Wortverbindungen, die rhetorisch überzeugen sollen oder unbewusst vorkommende Phraseologismen, die den Redefluss und die Formulierung erleichtern. Zudem zeigt die Formelhaftigkeit sich in dieser Textsorte umso stärker, weil es in den Sitzungen der Abgeordnetenkammer, ebenso wie in anderen Parlamenten auch, eine Fülle von fest vorgeschriebenen Abläufen und festgelegte Rollen mit eigenen ritualisierten Redeanteilen gibt. Die in den stenographischen Protokollen aufgezeichneten Reden und Debatten aus dem luxemburgischen Parlament bilden also die Grundlage der Untersuchung. Im Vorfeld wurde ein Untersuchungkorpus zusammengestellt, indem die betreffenden Sprachelemente (Phraseme) manuell exzerpiert wurden. Diese wurden in eine Datenbank eingetragen, nach mehreren Kriterien klassifiziert und mit zusätzlichen Metainformationen angereichert. Der Hauptteil der Untersuchung besteht in der Analyse der im Textkorpus vorkommenden Phraseme innerhalb ihres Kontextes in den Abgeordnetenreden, um die unterschiedlichen (stilistischen, rhetorischen, etc.) Funktionen und Effekte herauszuarbeiten, die sie in den jeweiligen Redestellen erfüllen. Dieses Vorgehen ist von großer Bedeutung, um zu erkennen, wie wichtig solche verfestigten Ausdrücke und formelhaften Elemente für die Sprache sind und welche zentrale Rolle sie in den untersuchten Reden und im Luxemburgischen im Allgemeinen spielen. Daneben werden auch quantitative Aspekte untersucht (z. B. allgemeine Phraseologismenfrequenz; Verteilung auf unterschiedliche Phraseologismusklassen; Phrasemvorkommen in unterschiedlichen Zeitschnitten), damit die ausgewählten Texte auch mit anderen Textsorten oder mit Parlamentsreden aus anderen Sprachen vergleichbar sind hinsichtlich des Gebrauchs von formelhaften/phraseologischen Elementen.
Amphibien sind weltweit stark bedroht, was neben anderen Gründen auch durch Umweltverschmutzung bedingt scheint, wobei hier oft der vermehrte Einsatz von Agrochemikalien hervorgehoben wird. Obwohl landwirtschaftlich genutzte Gebiete meistens stark anthropogen verändert sind, beherbergen sie dennoch viele Amphibienpopulationen. Diese müssen hier oftmals persistieren, weil ihre ursprünglichen Lebensräume für die Landwirtschaft umgestaltet wurden und werden. Neben direkter Habitatzerstörung und "degradierung sowie mechanischen Bearbeitungsprozessen in der Landwirtschaft kann sich der Einsatz von Agrochemikalien, insbesondere von Pestiziden, stark negativ auf die dortigen Amphibien auswirken. Zwar sind aufgrund mangelnder Datenlage bisher keine kausalen Zusammenhänge zwischen Populationsrückgängen und Pestizideinsätzen nachgewiesen, jedoch können Amphibien über verschiedene direkte und indirekte Wege geschädigt werden. Eine Vielzahl von Studien zeigte bereits unterschiedlichste adverse Effekte auf der Individualebene. In der vorliegenden Arbeit wurden wichtige Fragestellungen zu diesem Themengebiet aufgegriffen. Der potenzielle Einfluss von Pestizideinsätzen auf Amphibien, besonders im Freiland, stellt ein komplexes Arbeitsfeld dar, so dass verschiedene methodische Ansätze angewendet wurden, um auf verschiedene Fragestellungen einzugehen. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurden zwei methodisch unterschiedliche Risikobewertungen durchgeführt. Es wurde auf die Fragestellung eingegangen, welche Effekte von glyphosatbasierten Herbiziden, welche weltweit den größten Absatz besitzen, auf Amphibien dokumentiert sind und welche Endpunkte am besten geeignet sind, um adverse Effekte nachzuweisen. Dazu wurde eine systematische Literaturübersicht und Meta-Analyse aller publizierten Studien durchgeführt. In einer zweiten Risikobewertung wurde ein GIS-basierter Ansatz angewendet, um das Expositionsrisiko der Amphibienarten des Anhangs II der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Arten von gemeinschaftlichem Interesse) gegenüber Pestiziden in ihren speziell ausgewiesenen Schutzgebieten abzuschätzen. Im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit wurden Laborexperimente mit Embryonen und Larven zweier Anuren-Modellorganismen und einem, amphibientoxikologisch bisher noch nicht untersuchten und häufig angewendeten, Herbizid durchgeführt. Der dritte Teil der vorliegenden Arbeit beinhaltet die Ergebnisse zweier Freilandstudien. Es wurde überprüft, ob Anurenlarven aufgrund der Wahrscheinlichkeit der Ausbildung von Deformationen (was im Labor einen gut studierten Endpunkt darstellt) als Bioindikatoren für die Belastung von Kleingewässern mit Agrochemikalien geeignet sind. In der zweiten Freilandstudie wurde überprüft, ob drei einheimische Amphibienarten Kleinstgewässer meiden, welche mit umweltrelevanten Konzentrationen verschiedener Stoffe kontaminiert wurden. Im rechtswissenschaftlichen Teil der Arbeit wurde darauf eingegangen, wie hoch die unterschiedlichen Umsetzungsstandards der europäischen Wasserrahmenrichtlinie respektive des nationalen Wasserhaushaltsgesetzes in den Ländern bezüglich des Schutzes von Kleingewässern, welche fast alle heimischen Amphibienarten zur Reproduktion benötigen, durch Gewässerrandstreifenschutz ist.