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Krise und Zusammenhalt
(2026)
Politik ohne Mehrheit?
(2026)
Diese Arbeit untersucht die sogenannte Eifeler Regel des Luxemburgischen, die die Tilgung des auslautenden -n unter bestimmten lautlichen und lexikalischen Bedingungen beschreibt, anhand eines umfangreichen maschinenlesbaren Textkorpus. Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die den Erhalt oder die Tilgung des -n in der Schriftsprache beeinflussen, und diese empirisch zu modellieren.
Zunächst werden die kontextuellen Bedingungen der n-Tilgung analysiert, anschließend die Eigenschaften der betroffenen Lexeme. Die korpusbasierten Auswertungen zeigen signifikante Zusammenhänge zwischen dem Tilgungsverhalten und Merkmalen wie Wortart, orthographischer Struktur (insbesondere Doppel-n-Schreibung) sowie phonologischen Eigenschaften der Auslautsilbe, vor allem der Vokalqualität. Substantive und bestimmte phonologische Muster erweisen sich dabei als besonders tilgungsresistent.
Auf dieser Grundlage wird ein unüberwachtes, regelinduzierendes Lernverfahren vorgestellt, das aus orthographischen Merkmalen ein Klassifikationsmodell für -n-auslautende Lexeme ableitet. Das Modell wird hinsichtlich Genauigkeit und Vollständigkeit optimiert und zeigt eine gute Leistungsfähigkeit bei der Anwendung auf reale luxemburgische Texte.
Diese Arbeit befasst sich mit einem historischen Zeitraum des Wandels in China: der Qing-Dynastie (1644–1912). Dabei werden Prosawerke (xiaoshuo 小说) aus einer Zeit relativer Isolation mit denen aus einer Zeit des Semi-Kolonialismus in China verglichen, zeitlich getrennt durch das Trauma des 19. Jahrhunderts. Wie genau wurden Frauen in solchen Prosawerken repräsentiert und inwiefern spiegelten die Autoren dabei, bewusst oder unbewusst, die gesellschaftlichen Werte ihrer Zeit wider? Ist der Wandel von Tradition zu Moderne anhand der Figur der Frau zu spüren, noch vor dem radikalen Einschnitt der 4.-Mai-Bewegung? Um diese Fragen zu beantworten, werden in dieser Arbeit diverse Frauenfiguren und ihre Liebesbeziehungen aus vier ausgewählten populären Werken der frühen und späten Qing untersucht. Konkret handelt es sich dabei um die Charaktere Lianxiang 莲香 in Liaozhai zhiyi 聊斋志异, Wang Xifeng 王熙凤 in Honglou meng 红楼梦, Dihua 棣华 in Hen hai 恨海, sowie Fu Caiyun 傅彩云 in Niehai hua 孽海花. Einige dieser Figuren werden als vorbildliche Frauen präsentiert, andere hingegen als moralisch verwerfliche Widersacher, dabei rückt jedoch der zeitliche Kontext der Werke diese Charaktereigenschaften in ein neues Licht.