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Parlamentarische Monarchien
(2026)
Krise und Zusammenhalt
(2026)
Politik ohne Mehrheit?
(2026)
Knapp 90 Jahre nach Erscheinen des Buchs von Paul Graindor zu den „Bustes et Statues-Portraits d'Egypte Romaine“ widmet sich mit der vorliegenden Dissertation erstmals wieder eine monographische Studie der marmornen Bildnisplastik der römischen Provinz Aegyptus von ihrer Gründung im Jahr 30 v. Chr. bis zum Ende des 3. Jhs. n. Chr. Basierend auf einer umfassenden Zusammenstellung bekannter, aber auch bislang unpublizierter Portraits sowie einer Neudokumentation zahlreicher Objekte gelingt erstmalig eine belastbare chronologische und typologische Auswertung dieser Bildnisse. Zwar bilden dabei die Darstellungen aus weißem Marmor die zentrale und auch quantitativ bei weitem größte Materialgruppe, doch es finden auch Bildnisse aus anderen Werkstoffen wie Bronze, Kalkstein, Gips oder Alabaster Berücksichtigung. Da die Provinz aufgrund geringer eigener Marmorvorkommen fast ausschließlich auf Importe angewiesen war, sind die Marmorbildnisse ein exzellentes Forschungsobjekt, um nicht nur den Handel von Marmor nach Ägypten und seine Distribution und Weiterverarbeitung in der Provinz zu untersuchen, sondern auch damit verbundene handwerkliche Besonderheiten, wie die häufig zu beobachtenden Ergänzungen mit Stuck- oder Steinelementen. Darüber hinaus werden auch Überlegungen zur Semantik des Materials sowie der Herkunft und dem Selbstverständnis der dargestellten Personen angestellt.
Mit Fokus auf historischen Liedern aus Deutschland, Frankreich, England, Irland, den USA, Österreich, den Niederlanden, Slowenien, Polen, Italien, Neuseeland und der Schweiz zeichnet dieses Buch ein breites und lebendiges Panorama der Frühen Neuzeit.
Die Sammlung spannt den Bogen von klassischen Lerninhalten bis hin zu aktuellen Forschungsperspektiven: Reformation, Amerikanische und Französische Revolution, Höfische Kultur, Kriminalität, Seefahrt, militärische und diplomatische Konflikte sind ebenso Thema wie die Geschlechterordnung, globale Migration oder historische Identitäts- und Fremdheitsvorstellungen. Eine systematische Verschlagwortung erleichtert den Zugriff und erlaubt vielfältige Kombinationen für die akademische und schulische Lehre.
Jedes der 101 Lieder wird mit Informationen zum historischen Kontext, zur Überlieferung und zu online verfügbaren Vertonungen präsentiert. Hinzu kommen Aufgabenstellungen und Anregungen für die Diskussion im Kurs oder Seminar. Auch das lange und mitunter ambivalente Nachleben neuzeitlicher Lieder im 19. und 20. Jahrhundert wird beleuchtet.
Darüber hinaus bietet der Band methodische Hinweise und Anregungen zur eigenständigen Recherche und Analyse historischer Lieder, beispielsweise in Seminar- und Abschlussarbeiten.
Die Abteilung Kunstschutz der deutschen Wehrmacht im besetzten Griechenland (1941-1944) bestand aus wehrpflichtigen deutschen Archäologen. Sie waren zunächst Stipendiaten oder Mitarbeiter des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches (AIDR) unter den Bedingungen des Nationalsozialismus, bevor sie im Zweiten Weltkrieg in der Uniform der Wehrmacht zurückkehrten. Ihre Biografien im Kontext der Abteilung Athen, deren Direktor Georg Karo bis 1936 war, sowie der Zentrale der Instituts, unter dem von 1932 bis 1936 amtierenden Präsidenten Theodor Wiegand, sind ein Untersuchungsgegenstand. Die außenpolitische Legitimation des NS-Regimes durch die Olympischen Spiele und der wichtigste wissenschaftspolitische Erfolg des Institutes, die Wiederaufnahme der Olympiagrabung, die Wiegand und Karo seit 1933 anstrebten und durch ihre politischen Netzwerke 1936 erreichten, werden in der Dissertation in ihrer wechselseitigen Bedingtheit aufgezeigt. Diese Anpassungsleistungen an das NS-Regime prägten den eigenen archäologischen Nachwuchs aber auch die griechische Gesellschaft.
Schutzmaßnahmen waren nur ein kleiner Tätigkeitsbereich der Kunstschützer aber ein wichtiger Teil der Wehrmachtspropaganda. Der Institutspräsident Martin Schede (1937 bis 1945) forderte Mitarbeitern vor allem für zwei AIDR-Projekte an: die Erstellung von Flugbildern von möglichst ganz Griechenland und Ausgrabungen auf Kreta. Bereits diese Zwischenergebnisse berechtigen zu dem Titel „Kunstschutz als Alibi“.
Die Dissertation versucht, die Frage zu beantworten, warum der archäologische Kunstschutz nicht mehr als ein Alibi sein konnte. Dies geschieht vor allem unter Berücksichtigung der politischen aber auch der militärischen Traditionslinien deutscher Archäologie in Griechenland und Deutschland.
The End of an Era? Embedding MONUSCO’s Withdrawal in the Current State of UN Peace Operations
(2024)
Nachdem er in den 1750er und 1760er Jahren graphische Bildsatiren zu aktuellen innen- und außenpolitischen Themen veröffentlich hatte, wurde William Hogarth selbst in zahlreichen Karikaturen verspottet und verleumdet. Ausgehend von dieser Beobachtung fragt die vorliegende Dissertation, welche Haltung sich den politischen Blättern des Künstlers entnehmen lässt und mit welchen künstlerischen Mitteln er dieser Ausdruck verlieh. Durch Analyse der politischen Ikonographie lassen sich die Themen und Akteure beschreiben. Mit der rezeptionsästhetischen Methode unter Hinzunahme der Sprech- und Bildakttheorie und der Propaganda Studies werden ihre tendenziösen Aussagen und manipulative Absichten entschlüsselt.
In ihrer Regierungsaffinität unterscheidet sich Hogarths politische Kunst maßgeblich von der oppositionellen Bildsatire Londons. Die Differenz spiegelt sich v. a. in den persönlichen Angriffen, mit denen zeitgenössische Satiriker Hogarth kritisierten. Als erstes reagierte Paul Sandby („The Painter’s March from Finchly“, 1753) auf Hogarths Darstellung des Jakobitischen Aufstandes 1745, womit er eine Begründung für die von William Augustus, Duke of Cumberland angestrebte Militärreform lieferte („March of the Guards to Finchley“, 1751); Für seine Gin Act-Kampagne („Gin Lane“ und „Beer Street“, 1750/51) erweiterte er die Pro-Gin-Ikonographie der 1730er Jahre (Anonymous: „The lamentable Fall of Madam Geneva”, 1736, Anonymous: „To those melancholly Sufferers the Destillers […] The Funeral Procession of Madam Geneva“, 1751), um sich für die staatliche Reglementierung der Destillen auszusprechen. In seinen Publikationen zum Siebenjährigen Krieg, mit denen er die Politik der jeweiligen Regierungen unter Thomas Pellham-Holles, Duke of Newcastle und William Pitt (the Elder) („The Invasion“, 1756) oder John Stuart, Earl of Bute („The Times Pl. 1“, 1763) unterstützte, zeigt sich Hogarths Opportunismus. Letztlich wurde seine Fürsprache für die unbeliebte Tory-Regierung und seine Kritik an William Pitt Anlass für Hogarths Herabwürdigung durch die Whig-treue Satire. Nach diesem Bruch publizierten beide Seiten verunglimpfende Portraitkarikaturen, die auf Rufmord des Gegners durch Kriminalisierung, Deformation und Dämonisierung setzten (William Hogarth: „John Wilkes Esqr.“, 1763, Anonymous „Tit for Tat“, 1763, Anonymous: „An Answer to the Print of John Wilkes Esqr. by WM Hogarth“, 1763, Anonymous: „Pug the snarling cur chastised Or a Cure for the Mange“, 1763).
Die Bildvergleiche zwischen Hogarths politischen Werken und den Reaktionen, die sie hervorriefen, zeigen, dass der Unterschied nicht im Bildgegenstand oder der politischen Ikonographie liegt, sondern in der Ausrichtung ihrer politischen Einflussnahme. Dabei ist vor allem Hogarths regierungsloyale Haltung hervorzuheben. Folglich muss die Forschungsmeinung von einer grundsätzlich kritischen Haltung Hogarths redigiert werden, da er sich nachweislich konservativ positioniert und dem Regierungshandeln und Machterhalt der Eliten Vorschub leistete.
Das vorliegende Dissertationsvorhaben untersucht die propagandistische Qualität der Werke Hogarths im Vergleich zu den zeitgenössischen Satirikern und macht die unterschiedliche politische Stoßrichtung sichtbar. Aufschluss gibt dabei die Anwendung künstlerischer und karikaturesker Mittel (das „Wie“) zum Zweck der burlesque (Posse/Parodie), des ridicule (Lächerlichmachung/Spott) bis bin zur Agitation, sowohl in Hogarths Werken als auch in den Karikaturen, die gegen ihn gerichtet waren. Da William Hogarth diese Stilmittel maßgeblich prägte und ihre Entwicklung forcierte, werden sie in der vorliegenden Arbeit unter dem Begriff Hogarthian Wit summiert. Mithilfe der Methode und Begriffe der Propaganda Studies lassen sich Intention und Zweck (das „Was“) als Bildakte beschreiben: Während es sich bei den Werken grundsätzlich um bias handelte, die basierend auf einer Ideologie die öffentliche Meinung beeinflusste, nahm ihre Schlagkraft in den 1760er Jahren stark zu; auf verrätselte Stellungnahmen folgte persönliche und offene Kritik an öffentlichen Personen, bis hin zum Rufmord. Dabei rezipierten sich die Künstler gegenseitig und bildeten Thesen und Antithesen aus. Hogarths einseitige Darstellungen wurden korrigiert und ergänzt, seine politische Kunst als Propaganda enttarnt. Schließlich wurden ihm Lügen und üble Nachrede vorgeworfen. Indem sie ihn anklagten oder durch Sekundärstigmatisierung eine Bestrafung in effigie vornahmen, forderten die Werke vom Rezipienten ein strafendes Urteil. Zu den künstlerischen Mitteln, die dabei zur Anwendung kommen, gehören eine politische Ikonographie und stereotype Feindbilder sowie nationale Konstruktionen, rezeptionsästhetische Mittel wie Juxtapositionen, Rezeptions- und Identifikationsfiguren sowie rhetorische und Mittel des Sprechakts, bis hin zu Perlokutionen. Die Werke lassen sich als Propaganda und somit als hierarchische Kommunikation beschreiben, die manipulative Bildstrategien nutzten, welche nicht nur der Beeinflussung der öffentlichen Meinung dienten, sondern politische Handlungen forcierten. Bezeichnend ist, dass beide Seiten dieselben Ikonographie, Stil-, Kompositions- und Kommunikationsmittel anwendeten, unabhängig von ihrer politischen Aussage, wodurch der Hogarthian Wit gefestigt und stetig weiterentwickelt wurde.
Der zentrale Gegenstand der Untersuchung ist die Rechtsfigur des Indigenats im Kontext der württembergischen und preußischen Staatenlandschaft. Das Indigenat lässt sich als ein Recht bestimmen, das seine potenziellen Rechtsträger maßgeblich über das Abstammungsprinzip definiert und ein Verhältnis zwischen Rechtsträger und einem übergeordneten Rechtssubjekt zum Ausdruck bringt, sei es lehns- oder standes-, staats- oder auch bundes- beziehungsweise reichsrechtlicher Natur. Der zeitliche Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf dem 19. Jahrhundert. Es werden jedoch auch Rückblicke in die Frühe Neuzeit geworfen, weil Wandel und Kontinuität in der Entwicklung des Indigenats in einer solch langen Perspektive besonders klar hervortreten können. Die zentrale These dieser Arbeit ist, dass ein enger Zusammenhang zwischen der im 19. Jahrhundert entstehenden und bis heute geläufigen Form der Zuordnung von Menschen zum Staat und den aus diesem Verhältnis entspringenden Rechten einerseits und dem frühneuzeitlichen Indigenat andererseits besteht. Dabei kann gezeigt werden, dass Gesellschaften ihre politischen Machtpositionen gegenüber „fremdstämmigen“, etwa zuwandernden Personen abschirmten, indem sie sich auf indigenatrechtliche, ethnische Bestimmungen beriefen.